Ailton lässt Schalke 04 weiterhin von der Herbstmeisterschaft träumen und stieß den Erzrivalen Borussia Dortmund noch tiefer ins sportliche Dilemma. Mit seinem sechsten Saisontreffer in der 17. Minute entschied der Brasilianer das 124. Revierderby mit 1:0 (1:0) zugunsten der Königsblauen, die einen Spieltag vor dem Hinrundenende der Fußball-Bundesliga nach Punkten zum Tabellenführer Bayern München aufschlossen. Den Dortmundern droht nach der dritten Heimniederlage noch vor der Winterpause der Absturz auf die Abstiegsränge.

BVB-Krise spitzt sich zu - Ailton lässt Schalke vom Herbst-Titel träumen

06. Dezember 2004, 09:43 Uhr

Ailton lässt Schalke 04 weiterhin von der Herbstmeisterschaft träumen und stieß den Erzrivalen Borussia Dortmund noch tiefer ins sportliche Dilemma. Mit seinem sechsten Saisontreffer in der 17. Minute entschied der Brasilianer das 124. Revierderby mit 1:0 (1:0) zugunsten der Königsblauen, die einen Spieltag vor dem Hinrundenende der Fußball-Bundesliga nach Punkten zum Tabellenführer Bayern München aufschlossen. Den Dortmundern droht nach der dritten Heimniederlage noch vor der Winterpause der Absturz auf die Abstiegsränge.

Ailton lässt Schalke 04 weiterhin von der Herbstmeisterschaft träumen und stieß den Erzrivalen Borussia Dortmund noch tiefer ins sportliche Dilemma. Mit seinem sechsten Saisontreffer in der 17. Minute entschied der Brasilianer das 124. Revierderby mit 1:0 (1:0) zugunsten der Königsblauen, die einen Spieltag vor dem Hinrundenende der Fußball-Bundesliga nach Punkten zum Tabellenführer Bayern München aufschlossen. Den Dortmundern droht nach der dritten Heimniederlage noch vor der Winterpause der Absturz auf die Abstiegsränge.

„Das war eine einzigartige Atmosphäre. Ich bin glücklich über die drei Punkte. Es ist noch zu früh, von der Meisterschaft zu reden, aber so müssen wir weitermachen", sagte Torschütze Ailton im Anschluss, während BVB-Trainer Bert van Marwijk analysierte: „Ich fühle mich trotz der Niederlage von den Spielern nicht im Stich gelassen. In der ersten Halbzeit waren wir zu übereifrig, im zweiten Durchgang haben wir gekämpft und uns Chancen erarbeitet."

Nach den vernichtenden Kritiken der vergangenen Wochen versuchten sich die Schwarz-Gelben, die seit nunmehr sechs Jahren oder zwölf Spielen (zuletzt 3:0 am 14. November 1998) auf einen Sieg über den westfälischen Nachbarn warten, mit aggressivem Spiel von der ersten Minute an Respekt zu verschaffen. Doch dem Kampf der Mannschaft von Trainer Bert van Marwijk setzten die Schalker beim neunten Sieg in den vergangenen zehn Bundesliga-Auftritten Qualität und spielerische Klasse entgegen. Nach dem Treffer durch Ailton besaß Nationalspieler Gerald Asamoah (28.) schon vor der Halbzeit die große Möglichkeit, das emotionsgeladene Duell vor 83.000 Zuschauern im ausverkauften Westfalenstadion für sich zu entscheiden.

Bis auf jenen Blackout beim 0:1 wirkte die BVB-Defensive sehr konzentriert, was man jedoch bei den Angreifern vermisste. Torchancen der Dortmunder waren Mangelware, bis Coach Marwijk seine Truppe in der Halbzeit aufweckte. Endlich im Stile einer Heimmannschaft mit großem Angriffsdruck agierend, erspielte sich der BVB mehrere Möglichkeiten, die jedoch Ewerthon und Jan Koller kläglich vergaben.

Fast zwangsläufig ergaben sich für die Schalker Kontermöglichkeiten, die sie jedoch fast fahrlässig ungenutzt ließen. Mit viel Glück überstand Schalke die Drangperiode nach der Halbzeit, zumal der eingewechselte Marcus Steegmann in der 76. Minute mit einem Kopfball nur die Latte traf. Ansonsten waren es die Dortmunder Youngster wie auch der 17 Jahre alte Marc-Andre Kruska, die sich in dieser emotionsgeladenen Partie bestens verkauften. Zumindest in der zweiten Halbzeit feierten die Borussen halbwegs Versöhnung mit den Fans. Einer der treibenden Kräfte nach dem Wechsel war der eingewechselte Florian Kringe, der Initiator einiger brenzeliger Szenen im Schalker Strafraum war.

Bei den Dortmundern, die im letzten Punktspiel des Jahres bei Hansa Rostock am kommenden Samstag auf den Gelb-gesperrten Nationalspieler Christian Wörns verzichten müssen, verdienten sich Sebastian Kehl und Markus Brzenska die Bestnoten. Herausragende Akteure auf Seiten der Schalker waren Marcelo Bordon und Levan Kobiaschwili.

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