Es ist zwar nur ein kleiner Funke, aber er glüht. Und nach dem 2:0 (0:0)-Sieg gegen den Favoriten aus Fürth kann aus dem Funken vielleicht doch noch ein Feuer werden.

"Zebras" besiegen Fürth mit 2:0 und wahren Minimalchance

Ben-Hatira und Wagner treffen

Thorsten Richter/Thorsten Sterna
04. Mai 2009, 22:29 Uhr

Es ist zwar nur ein kleiner Funke, aber er glüht. Und nach dem 2:0 (0:0)-Sieg gegen den Favoriten aus Fürth kann aus dem Funken vielleicht doch noch ein Feuer werden.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/011/579-12030_preview.jpeg [/imgbox]Peter Neururer: „Wir haben zwar keine Möglichkeiten mehr, aus eigener Kraft den Aufstieg zu schaffen. Aber wir werden alles daransetzen, dass wir weiter davon träumen dürfen.“

Im ersten Durchgang merkte man den „Zebras“ an, dass die Spieler eigentlich nicht mehr daran glaubten. Obwohl Neururer mit Cedrick Makiadi, Nicky Adler, Änis Ben-Hatira und Sandro Wagner gleich vier Angreifer aufbot, fand das Quartett kaum statt. Keine Bewegung, kein Durchsetzungsvermögen und viel zu unpräzise Flankenversuche stellten die Fürther Abwehr vor keine großen Probleme. Lediglich nach einigen Standards konnten die Hausherren gegen die ausschließlich auf Konter lauernden Gäste für ein wenig Gefahr sorgen. Benno Möhlmann schüttelte den Kopf: „Wir waren in der ersten Halbzeit gut im Spiel und haben kaum Situationen gegen uns zugelassen. Nur nach ruhenden Bällen war es mal etwas gefährlich.“

Das galt auch für Duisburg. Wenn es mal nach vorne ging, geschah es über Ben-Hatira. Der ausgeliehene Hamburger war für jede gute Aktion verantwortlich und betrieb gegen die Süddeutschen Eigenwerbung. Doch er musste sich noch gedulden.

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Neururer muss in der Kabine dann wohl sehr laut geworden sein, denn plötzlich kamen die Duisburger wie verwandelt aus der Pause und schnürten Fürth sofort in der eigenen Hälfte ein. Die Belohnung folgte in der 51. Minute. Änis Ben-Hatira, bester MSV-Akteur, zirkelte das Leder aus 20 Metern per Freistoß in die Maschen. Nur eine Zeigerumdrehung später stand der Hamburger erneut im Fokus. Aus gut 50 Metern sah er, dass Fürth-Keeper Stephan Louboué zu weit vor seinem Kasten stand und lupfte den Ball. Louboué rannte zurück, fiel mit dem Ball ins Tor, doch der nicht mitaufgerückte Linienrichter Ralf Viktora zeigte aus seiner ungünstigen Position an, weiterzuspielen. „Ich kann es nicht genau sagen, ob der drin war, aber das habe ich ja auch nicht zu entscheiden“, erklärte Louboué. Sein Coach fand andere Worte: „Nach dem guten Freistoß von Ben-Hatira haben wir uns zwar wieder herangekämpft, doch das 0:2 hat uns dann das Genick gebrochen. Wir müssen diese Niederlage akzeptieren.“

Doch die 12.142 Anhänger mussten bis zur 71. Minute warten, ehe sie erneut feiern durften. Adam Bodzek schickte Sandro Wagner mit einem 30 Meter-Pass auf die Reise. Der Ex-Münchener zog auf und davon und schob die Kugel locker zum 2:0 in die Maschen. „Darüber habe ich mich sehr gefreut“, berichtete Wagner, der vor der Gegengeraden einen Freudentanz aufführte. Neururers Fazit: „Es wird schwer sein, in Frankfurt zu gewinnen. Aber wir werden versuchen, alle restlichen Spiele zu gewinnen, damit es vielleicht doch noch mit dem Aufstieg klappt.“

Und das aus dem Funken doch noch ein Brandherd wird…

Autor: Thorsten Richter/Thorsten Sterna

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