Mit einem unglaublichen Schlussspurt hat Aufsteiger Mainz 05 das Heimspiel gegen Meister Werder Bremen gedreht. Durch Tore von Niclas Weiland und Benjamin Auer konnte die Klopp-Elf am Ende über einen 2:1-Sieg jubeln.

Auer beschert Mainz drei Punkte

16. Oktober 2004, 17:36 Uhr

Mit einem unglaublichen Schlussspurt hat Aufsteiger Mainz 05 das Heimspiel gegen Meister Werder Bremen gedreht. Durch Tore von Niclas Weiland und Benjamin Auer konnte die Klopp-Elf am Ende über einen 2:1-Sieg jubeln.

Bei Aufsteiger FSV Mainz gehen die Festtage in der Bundesliga weiter. Dank zwei später Treffer von Niclas Weiland (83.) und Benjamin Auer (90.) besiegten die Rheinhessen Meister und Pokalsieger Werder Bremen mit 2:1 (0:0), feierten somit ihren vierten Saisonsieg, blieben im siebten Spiel in Folge ungeschlagen und verbesserten sich auf den dritten Platz. EM-Held Angelos Charisteas hatte die Gäste, die ihre vierte Saisonniederlage kassierten, in der 56. Minute in Führung geschossen. Für den Titelverteidiger ging zudem die Generalprobe für die am Mittwoch anstehende Champions-League-Partie beim RSC Anderlecht gründlich daneben.

Vor 20.300 Zuschauern im erneut ausverkauften Stadion am Bruchweg entwickelte sich beim Duell der Tabellennachbarn von Beginn an eine gute Bundesliga-Partie mit packenden Zweikämpfen und zahlreichen Tormöglichkeiten. Dabei standen vor allem die Torhüter in den ersten Minuten im Mittelpunkt: Während Bremens Keeper Andreas Reinke bei zwei Großchancen durch den Brasilianer Antonio da Silva die Führung der Platzherren vereitelte (1./5.), verdiente sich FSV-Keeper Dimo Wache bei einem Volleyschuss von Tim Borowski (4.) und einem Freistoß von Werder-Verteidiger Valerien Ismael (7.) das Prädikat Weltklasse.

Bremens Trainer Thomas Schaaf konnte gegen die Mainzer nach vierwöchiger Verletzungspause wieder auf Kapitän und Nationalspieler Frank Baumann zurückgreifen, dem aber wie erwartet noch die Bindung zu seinen Mitspielern fehlte. Zudem durfte Stürmer Charisteas sein Können zum ersten Mal in dieser Spielzeit von Beginn an unter Beweis stellen. Außer einem unspektakulären Fernschuss (18.) war von dem Torschützen des EM-Finales gegen Portugal bis zu seinem Treffer aber nur wenig zu sehen. Unterdessen bewiesen die Mainzer über weite Strecken taktisches Geschick und störten im Mittelfeld immer wieder erfolgreich das Aufbauspiel der Gäste.

Auch nach der Pause agierten beide Teams weiter mit offenem Visier und nahmen kaum Tempo aus dem Spiel. Vor allem die Gastgeber machten im Mittelfeld die Räume weiter eng und drängten angetrieben vom nimmermüden Mittelfeldregisseur Mimoun Azaouagh auf den dritten Heimsieg. Doch mitten in der Mainzer Drangphase war es ausgerechnet der bisherige "Bankdrücker" Charisteas, der mit seinem ersten Saisontor die Pläne der Gastgeber durchkreuzte. Weiland mit seinem zweiten Saisontreffer sowie Auer mit seinem dritten sorgten danach aber einmal mehr für Karnevalsstimmung am Mainzer Bruchweg.

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