Überflüssig! Wie zwei beleidigte Teenager fechten Dr. Gerd Niebaum und Torsten Frings nach dem Wechsel des Mittelfeldspielers zum FC Bayern München einen verbalen Streit aus, der die vergebliche Hoffnung erweckt, hätten sie doch lieber geschwiegen.

BVB - Tomas Rosicky und die Folgen

raka
26. Juni 2004, 21:49 Uhr

Überflüssig! Wie zwei beleidigte Teenager fechten Dr. Gerd Niebaum und Torsten Frings nach dem Wechsel des Mittelfeldspielers zum FC Bayern München einen verbalen Streit aus, der die vergebliche Hoffnung erweckt, hätten sie doch lieber geschwiegen.

Überflüssig! Wie zwei beleidigte Teenager fechten Dr. Gerd Niebaum und Torsten Frings nach dem Wechsel des Mittelfeldspielers zum FC Bayern München einen verbalen Streit aus, der die vergebliche Hoffnung erweckt, hätten sie doch lieber geschwiegen.

Anlass des Zwistes ist die Äußerung des 27-Jährigen, "beim BVB ging es zuletzt drunter und drüber" (RevierSport berichtete), die er nach dem perfekten Transfer an die Isar tätigte. Diese Worte brachten den Dortmunder Präsidenten auf die Palme, der konterte: "Das enttäuscht mich persönlich. Er sollte lernen, sich auch außerhalb des Platzes als außergewöhnlicher Fußballer aufzuführen." Doch damit war noch nicht Schluss, jetzt erwägen die Borussen doch tatsächlich eine Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro wegen des aus ihrer Sicht vereinsschädigenden Verhaltens.

"Darüber kann ich mich totlachen. Sie sollen lieber froh sein, dass ich dem Vereinswechsel zugestimmt habe", setzt der Vize-Weltmeister widerum nach. Denn nicht zu unrecht weist er darauf hin, dass er die lädierte Vereinskasse aufgefüllt hat, da kann selbst der oberste Borusse nicht wiedersprechen, der dem vorher doch so "Unverkäuflichen" nur aus einem Grund die Freigabe erteilte: "Bayern München hat verdammt viel Geld geboten." Immerhin zehn Millionen Euro, die geanu zur rechten Zeit kamen, da kurz darauf die DFL schließlich alle Lizenz-Auflagen erfüllt haben wollte. Das Papier haben die Borussen nun auch in den Händen, alle Beteiligten dürften zufrieden sein und sich das Motto verinnerlichen: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Vor allem weil die Schwarz-Gelben zuvor eindeutig auf das falsche finanzielle Pferd gesetzt hatten und nun dieses erst einmal verabeiten müssen. Schließlich sollte der Ex-Bremer ja überhaupt nicht an die Isar wechseln, wurden Vertragsgespräche mit den Bayern erst gar nicht aufgenommen, denn Tomas Rosicky sollte der Star sein, der den Geldstrom fließen lassen sollte. Doch für den Tschechen lag und liegt keine Offerte vor, die erträumten 20 bis 25 Millionen Euro blieben eine Illusion. Dennoch war die Zukunft mit Ex-Coach Matthias Sammer schon geplant, der Frings zum Chef beorderte und "Mozart" auf die linke Seite oder Ersatzbank abschob.

Die Quittung serviert der frühere Prager der Führungsetage prompt. Nach seinem Gala-Auftritt bei der Europameisterschaft gegen die Niederländer: "Jetzt sehen die Dortmunder, welchen Fehler sie begangen haben, mich auf die Bank zu setzen." Seine Zukunft sieht er erneut nicht mehr im Revier: "Die entscheidet sich erst nach der EM." Davon will Dr. Gerd Niebaum nichts wissen, denn mit den Sätzen von Rosicky geht er weitaus moderater um als mit denen von Frings: "Man soll nicht alles überbewerten, was an Kommentaren aus Portugal herüberkommt. Ich gehe davon aus, dass Tomas bei Borussia Dortmund in der kommenden Saison spielen wird, dies zu seiner Freude und zur Freude der Zuschauer."

Autor: raka

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