SCHALKE 04 - Dortmund und die Folgen: Breite Freitags-Front

hb
09. Januar 2004, 10:44 Uhr

Wenn es nach dem Willen der Schalker Fans ginge, müsste das Revier-Derby am 30. Januar bei Borussia Dortmund nicht das einzige Spiel an einem Freitag sein.

Wenn es nach dem Willen der Schalker Fans ginge, müsste das Revier-Derby am 30. Januar bei Borussia Dortmund nicht das einzige Spiel an einem Freitag sein. Während der Sonntag bei den meisten Stadion-Besuchern auf Ablehnung stößt, ist der Abend vor dem Wochenende beim reisenden Fußball-Anhang höchst willkommen. Und nicht nur dort. "In den Wintermonaten ist das zwar alles etwas anderes, aber ansonsten halte ich den Freitag-Abend-Termin für sehr gut", bestätigt Jupp Heynckes. "Uns Fußballspieler ist das egal, wann wir spielen. Wir sind ja eh rund um die Uhr für den Verein da. Für Familien mit Kindern finde ich die TV-Pläne aber gut. So bleibt Sonntags mehr Zeit", argumentiert Frank Rost gegen deb ungeliebten Sonntag.

Mit dem Vorstoß von Liga-Chef Werner Hackmann, künftig am frühen Samstag-Mittag zu kicken, hält der S04-Trainer dagegen wenig. "Wenn über Finanzierungs-Möglichkeiten nachdenkt, ist das immer gut für die Bundesliga. Ich persönlich aber lebe mit der Tradition: Bundesliga war schon immer um 15:30 Uhr. Das sollte grundsätzlich beibehalten werden", betont Heynckes. Eine Vorverlegung auf etwa zwölf Uhr kann sich der Fußball-Lehrer aber im Einzelfall durchaus vorstellen "Man kann ja kurzfristig Spiele verlegen. Das war in Spanien auch so", hat Heynckes seine Erfahrung mit flexiblen Anstoßzeiten gemacht.

Das Beispiel England scheint Schule zu machen. Auf der Insel wird in der Premier League auch mal mittags angestoßen. Für die Bundesliga und ihre Macher ein schwer denkbares Modell.

Nachgefragt
Rudi Assauer, was halten Sie von den Gedanken, Bundesligaspiele am Samstag-Vormittag auszutragen?
Gar nichts. Das sind Anstoßzeiten von Jugendspielen. Man kann über viele Dinge diskutieren, aber man darf unter keinen Umständen daran rütteln, dass sich Bewährtes auch weiterhin bewähren muss. Deshalb sage ich entschieden Nein, wenn mich jemand fragt, ob solch eine Reform sein muss.

Auch, wenn durch eine Vorverlegung der Partien viele Millionen durch TV-Übertragungen in Asien winken?
Ja, auch dann. Wir spielen schließlich für unsere Fans, unser Publikum. Natürlich kann man über jeden neuen Vorschlag nachdenken, beispielsweise darüber, einige Spiele wieder auf den Freitagabend vorzuziehen. Doch samstags um halb vier muss unantastbar bleiben. Das ist Gesetz!

Autor: hb

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