Urgestein Klaus Schlappner hat die Lage beim ehemaligen Bundesligisten Waldhof Mannheim scharf kritisiert und weitere Konsequenzen in der Führungsebene gefordert.

Schlappner fordert Vorstandswechsel bei Waldhof

"Das tut einem im Herzen weh"

sid
05. Februar 2009, 11:44 Uhr

Urgestein Klaus Schlappner hat die Lage beim ehemaligen Bundesligisten Waldhof Mannheim scharf kritisiert und weitere Konsequenzen in der Führungsebene gefordert.

"Es ist erbärmlich, was dort zuletzt abgelaufen ist. Das tut einem im Herzen weh", sagte Schlappner dem Sport-Informations-Dienst (sid): "Jetzt muss ein Schlussstrich gezogen werden. Dazu muss auch das Personal in der Führung konsequent ausgewechselt werden."

Die Hoffnung von Schlappner auf Besserung beim finanziell angeschlagenen Regionalliga-Vierten ruhen unter anderem auf Dietmar Hopp. "Sein Engagement ist ehrenhaft. Ich hoffe, dass er dem Klub weiterhin hilft", sagte Schlappner, der in der Blütezeit von Waldhof in den 80-er Jahren in der ersten Liga als Trainer verantwortlich war.

Mäzen Hopp vom Bundesliga-Spitzenreiter 1899 Hoffenheim hatte zuletzt eine weitere finanzielle Unterstützung für Waldhof von Bedingungen abhängig gemacht. So soll unter anderem ein neutraler Wirtschaftsprüfer die Verhältnisse des Klubs untersuchen.

Die Situation in Mannheim ist brisant. Dem Traditionsklub fehlt aktuell rund eine Millionen Euro zur Deckung des laufenden Saisonetats. Die Spieler waren wegen ausstehender Gehälter zuletzt in den Streik gegangen. Zudem hatte die Staatsanwaltschaft im Zuge von Ermittlungen gegen frühere Funktionäre wegen des Verdachts der Veruntreuung von Geldern die Geschäftsräume durchsucht.

Autor: sid

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