Erst im neuen Jahr wird in der Kooperation zwischen dem FC Schalke und der SG Wattenscheid weiter an Details gearbeitet. Die Fakten sind klar und mehrfach genannt worden. Die Gelsenkirchener greifen dem finanziell in Not geratenen Nachbarn unter die Arme und versuchen im Gegenzug, ihre eigene Nachwuchsarbeit mit der Lohrheide als zweite Heimat zu perfektionieren.

SCHALKE: Lücke hinter A-Junioren schließen

hb
27. Dezember 2003, 14:19 Uhr

Erst im neuen Jahr wird in der Kooperation zwischen dem FC Schalke und der SG Wattenscheid weiter an Details gearbeitet. Die Fakten sind klar und mehrfach genannt worden. Die Gelsenkirchener greifen dem finanziell in Not geratenen Nachbarn unter die Arme und versuchen im Gegenzug, ihre eigene Nachwuchsarbeit mit der Lohrheide als zweite Heimat zu perfektionieren.

Erst im neuen Jahr wird in der Kooperation zwischen dem FC Schalke und der SG Wattenscheid weiter an Details gearbeitet. Die Fakten sind klar und mehrfach genannt worden. Die Gelsenkirchener greifen dem finanziell in Not geratenen Nachbarn unter die Arme und versuchen im Gegenzug, ihre eigene Nachwuchsarbeit mit der Lohrheide als zweite Heimat zu perfektionieren.

In naher Zukunft wollen Schalke und Wattenscheid mit vier Mannschaften in den obersten deutschen Fußball-Ligen vertreten sein. Somit müsste die SGW nicht nur den Klassenerhalt in der Regionalliga, sondern spätestens bis zum Jahre 2006 den Aufstieg ins „Unterhaus“ schaffen. Die beiden so genannten Amateur-Abteilungen der beiden Klubs stellen keinesfalls den Spielbetrieb ein, sondern sollen auf Dauer in Regional- bzw. Oberliga vertreten sein. „Bei uns klafft bisher noch eine Lücke, was nach den A-Junioren kommt. Um Talente optimal ausbilden und an die Bundesliga heran führen zu können, bräuchten wir einen Unterbau in der 2. Liga., wo die besten Jungs heran reifen könnten“, erläutert S04-Nachwuchs-Koordinator Bodo Menze einen wichtigen Baustein das Konzept.

Derzeit arbeiten die Funktionäre auf beiden Seiten - S04-Manager Rudi Assauer, sein „Co“ Andreas Müller, Jugend-Manager Helmut Schulte sowie Menze auf der einen, 09-Präsident Rüdiger Knaup gemeinsam mit Manager und Trainer Hannes Bongartz auf der anderen Seite - am Feinschliff der Zusammenarbeit.. „Wir können noch keine Details nennen, die Sache ist nicht ausgegoren“, blockt Menze Anfragen zu weiteren Einzelheiten ab. „Wir werden die Gespräche im neuen Jahr weiter fortsetzen“, kündigt Schulte an.

Um die vielen Talente, die aus den Junioren der beiden Revier-Vereine alljährlich in die Senioren drängen, in der Obhut zu behalten, sind eben jene vier angedachten Mannschaften notwendig. Künftig soll kein viel versprechender Youngster, für den der Sprung von der „U 19“ in die Bundesliga auf Anhieb zu groß ist, verloren gehen. Christian Mikolajczak ist nur ein Beispiel von vielen, wie in der Vergangenheit Talente aus dem eigenen Stall fahnenflüchtig wurden, weil sie auf Schalke keine Perspektive sahen.

In der laufenden Saison ist das anders, weil S04-Chef-Coach Jupp Heynckes auf die Jugend baut. Zwangsläufig, weil man viele Verletzte hatte und in der Saison-Vorbereitung durch den „Schlauch“ UI-Cup musste, aber auch, weil es der Philosophie des Fußball-Lehrers entspricht. Mike Hanke und Thomas Kläsener schafften den Durchbruch, Sergio Pinto und Filip Trojan sind bei etwas mehr Konstanz auf dem besten Wege dorthin. Alle vier wären Kandidaten für einen Masterplan, wie man die SG Wattenscheid zurück in den bezahlten Fußball führt. Andererseits spekuliert „Kläse“, dessen Amateur-Kontrakt im Sommer ausläuft, auf ein neues Arbeitspapier als Profi auf Schalke (siehe auch Nachgefragt auf Seite 8). Trojan (Vertragsende ebenfalls 30. Juni 2004) und Pinto (Vertrag bis 2006) sollen dagegen Angebote aus der Zweiten Liga haben.

Auf der Liste für einen Wechsel über die südliche Stadtgrenze stehen aber auch Michael Delura, Christian Pander, Benjamin Wingerter und Fabian Lamotte.

Noch keine Ahnung, was mit ihm passiert, hat indes „U 23“ –Trainer Gerd Kleppinger. „Sein Vertrag läuft aus und wir wollen keine Pferde scheu machen, so nach dem Motto: Vielen Dank für nichts!“, deutet Menze an, dass „Kleppo“ im Rahmen der Kooperation eine wichtige Rolle spielen wird.

Autor: hb

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