Nach dem 1:2 gegen Olympique Lyon greift Bayern Münchens Ottmar Hitzfeld durch.

Bayern-Spieler ziehen sich vor BVB-Duell zurück

06. November 2003, 12:52 Uhr

Nach dem 1:2 gegen Olympique Lyon greift Bayern Münchens Ottmar Hitzfeld durch. "Man kann nicht zur Tagesordnung übergehen", so der Coach, der sein Team vor dem Duell gegen Dortmund früher ins Trainingslager schickt.

Für die Bundesliga-Akteure von Bayern München gibt es keine Verschnaufspause, erst recht nicht nach der Champions-League-Niederlage gegen Olympique Lyon (1:2). Als Reaktion auf die Pleite wird Coach Ottmar Hitzfeld seine Spieler "zweieinhalb Tage kasernieren" und reist vor dem Bundesliga-Duell gegen Borussia Dortmund schon einen Tag früher als geplant ins Trainingslager. "Man kann nicht zur Tagesordnung übergehen. Die Mannschaft braucht in dieser Situation den Zusammenhalt. Sie muss die nötige Konzentration und Spannung aufbauen", erklärte Trainer Ottmar Hitzfeld.

Der Rekordmeister, der am Sonntag den BVB empfängt, fährt nun bereits am Freitag ins Trainingslager nach Rottach-Egern. Eigentlich sollte das Team erst am Samstag am Tegernsee zusammenkommen. "Dort kann man viel diskutieren. Ich erwarte, dass die Fehler knallhart auf den Tisch gelegt werden", begründete Hitzfeld seinen Entschluss. Gleichzeitig strich der deutsche Meister für die kommenden Tage bis auf die obligatorischen Pressekonferenzen alle Presse- und PR-Termine.

Keine Geldstrafe für Sagnol

Darüber hinaus berichtete Hitzfeld, dass gegen Willy Sagnol trotz dessen Kritik an Michael Ballack keine Geldstrafe verhängt wird. "Ich habe das angesprochen. Er hat sich vor der Mannschaft erklärt", sagte der Trainer, nachdem der Außenverteidiger die Führungsqualitäten des Spielmachers im Vergleich zu Stefan Effenberg in Frage gestellt hatte. "Stefan war ein Leader, Michael Ballack wird ein Leader werden. Man kann nicht nach einem Jahr der große Chef sein. Da muss man hineinwachsen. Da braucht man großartige Erfolge", erklärte Hitzfeld.

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