90 Minuten gekämpft, gerackert, gelaufen und am Ende doch mit leeren Händen dastehen: Dieses Schicksal musste die aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft von Landesliga-Schlusslicht Westfalia Wickede bei der 0:1-Heimniederlage gegen Tabellenführer SV Herbede über sich ergehen lassen.[i]Ein Ortstermin[/i]

Landesliga 3: Dirk Reinert erlöst den Tabellenführer

Wickede hadert beim 0:1 mit dem Schicksal

19. November 2006, 21:01 Uhr

90 Minuten gekämpft, gerackert, gelaufen und am Ende doch mit leeren Händen dastehen: Dieses Schicksal musste die aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft von Landesliga-Schlusslicht Westfalia Wickede bei der 0:1-Heimniederlage gegen Tabellenführer SV Herbede über sich ergehen lassen.[i]Ein Ortstermin[/i]

„Nach dem Schlusspfiff bin ich sofort auf den Platz gelaufen und habe meiner Mannschaft zu der guten Leistung gratuliert“, meinte ein über den späten Gegentreffer zutiefst enttäuschter Rainer Mattukat.

Der Wickeder Trainer hatte vorher einen engagierten Auftritt seiner Elf gesehen, die dem Tabellenführer aus Herbede alles abverlangte und bis kurz vor Schluss von einem möglichen Remis träumen durfte. Ein Freistoß von Dirk Reinert in der 88. Spielminute machte dann aber alle Wickeder Hoffnungen zunichte und bewies einmal mehr die alte Fußballweisheit, dass ein Fußballspiel eben doch 90 Minuten dauert.

Dem Freistoß voraus ging die bis dahin beste Gelegenheit der gesamten Partie. Der kurz zuvor eingewechselte Vassilios Tsaussidis bekam eine zu kurze Kopfball-Abwehr der Wickeder auf den rechten Fuß und zog geistesgegenwärtig sofort ab. Der Ball klatschte aber nur an den Pfosten und sprang von dort bis an die Strafraumgrenze ins Feld zurück (87.).

Dass der Referee den anschließenden Zweikampf als Foulspiel eines Wickeder Abwehrspielers wertete, sollte sich dann als spielentscheidend herausstellen. Während der Schiedsrichter noch die Freistoß-Mauer postierte, äußerten zahlreiche Wickeder Anhänger bereits ein ahnungsvolles „Bitte nicht schon wieder“. Aber der Fußball-Gott kennt eben manchmal keine Gnade und so kam es wie es kommen musste: Dirk Reinert bekam den Ball aufgelegt und ließ mit einem satten Linksschuss in den Winkel dem bis dahin beschäftigungslosen Wickeder Keeper, Daniel Dreesen, nicht den Hauch einer Abwehrmöglichkeit und markierte das siegbringende 1:0 (88.).

„Selbst beim Freistoß haben wir alles richtig gemacht. Ein Mann war auf der Linie postiert, der Torwart stand in seiner Ecke, aber der Schuss war einfach unhaltbar“, war Mattukat anschließend völlig verzweifelt.

Die ersten Worte seines Gegenübers Helge Martin galten nach dem „hart erkämpften Sieg“ dann auch dem Tabellenletzten aus dem Dortmunder Osten: „Die Wickeder haben heute nichts zugelassen und verdienen jeden Respekt, den man einem Gegner entgegenbringen kann. Es ist mir unerklärlich, dass sie bisher erst drei Punkte geholt haben“, setzte er die gezeigte Leistung der Heimmannschaft in die richtige Relation.

So dürfen die Wickeder nach dieser überzeugenden Vorstellung durchaus zuversichtlich in die Zukunft blicken. Zwar erwarten sie mit dem Hombrucher SV, TuS Heven und Erler SV an den nächsten drei Spieltagen ebenfalls "dicke Brocken", aber nach der heutigen Leistung können sie diese Begegnungen mit neuem Selbstbewusstsein angehen.

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