IHF: Doping-Konflikt mit der WADA

Kulhanek von Hamm zum TUSEM

11. Januar 2009, 23:47 Uhr

Der Handball-Weltverband IHF verstößt möglicherweise gegen den Code der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Nach einem Bericht von ZDF online erfülle die IHF drei wesentliche Anforderungen nicht.[PREVIWENDE]So gebe es nach Angaben der Dänin Inge-Lis Kanstrup, Mitglied der medizinischen Kommission des Verbandes, keine Vor-Wettkampf-Kontrollen, ein begleitendes pädagogisches Programm fehle ebenso wie unabhängige Anti-Doping-Kontrollen. Kanstrup lasse deshalb aus Protest ihr Amt derzeit wie der Österreicher Hans Holdhaus ruhen.

Sie glaubt, die Versäumnisse könnten auch zu Sanktionen durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) bis hin zum Olympia-Ausschluss der Sportart führen. Eine gewichtige Rolle bei den Verstößen soll nach dem ZDF-online-Bericht IHF-Präsident Hassan Moustafa spielen. So beharre der Ägypter darauf, dass jede Ansetzung einer Vor-Wettkampf-Kontrolle über seinen Tisch gehe. Das widerspreche jedoch den internationalen Standards im Anti-Doping-Kampf. Zudem habe Moustafa die Anti-Doping-Unit der IHF aufgelöst.

TUSEM: Neuer Keeper
TUSEM Essen hat für den Rest der Saison den tschechischen Torwart Jan Kulhanek vom Zweitligisten ASV Hamm unter Vertrag genommen. Der Tscheche konnte nach überstandener Verletzungsauszeit das ASV-Gespann Martin Ziemer und Torsten Friedrich nicht verdrängen. „Wir tätigen Verpflichtungen, die uns auch mit Blick auf den Neustart in der Zweiten Liga weiterhelfen können“, betont TUSEM-Manager Stefan Hecker.

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