Bezirksliga 15: Eigenwillig-Elf bleibt erster Verfolger

Nette beim 0:6 gegen Marten überfordert

12. November 2006, 21:40 Uhr

Mit Spannung war das Dortmunder Derby der Bezirksliga 15 zwischen Arminia Marten und dem bisher so überraschend stark agierenden Aufsteiger DJK SF Nette erwartet worden. Was die rund 200 Zuschauer dann allerdings geboten kamen, war eine recht einseitige, aber durchaus sehenswerte Partie, in der die Arminia zu einem ungefährdeten, wenn auch etwas zu hohen, 6:0-Heimsieg kam. [i]Ein Ortstermin.[/i]

In der Woche vor der Begegnung hatten einige Spieler der beiden Teams in einem Internetforum die Stimmung gegenseitig aufgeheizt, doch nur die Martener konnten daraus anscheinend positive Energie gewinnen. Von Beginn an zeigte sich die Truppe von „Ecki“ Eigenwillig in allen Belangen überlegen. Vor allem das laufstarke Mittelfeld um Tim Schwarz und Stefan Schütrumpf stellte die Netter Defensive vor schier unlösbare Probleme. Sie rissen immer wieder Lücken in die schwache Abwehr der Gäste, bei denen Rene Pusch und Patrick Wengemann einen rabenschwarzen Tag erwischten, doch der letzte Pass war noch zu ungenau, so dass klare Einschussmöglichkeiten vorerst ausblieben.

In diese erste Drangperiode des Heimteams hinein kamen die Gäste zu ihrer einzigen guten Gelegenheit in den ersten 45 Minuten. Nettes A-Jugendlicher Stefan Fels flankte präzise auf den am langen Pfosten völlig freistehenden Jens Lehmann, doch der ansonsten beschäftigungslose Martener Torhüter David Grochla war hellwach und lenkte den wuchtigen Kopfstoß zur Ecke.

Diese verpasste Gelegenheit war für Nettes Coach Bernd Krämer „eine der beiden Schlüsselszenen“ der Begegnung. „Wenn man da das 1:0 macht, läuft das Spiel vielleicht ganz anders“, unkte der Übungsleiter.[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_159.jpg "Wenn man das 1:0 macht, läuft das Spiel vielleicht anders", resümierte Nettes Trainer Bernd Krämer.[/imgbox]

Nach dieser Szene erhöhten die Martener den Druck und auch das Spiel in die Spitze wurde präziser. Ein Doppelschlag von Dennis Kroll (27.) und dem aufgerückten Libero Carsten Malten (29) sorgte schließlich für die 2:0 Führung, die trotz weiterer guter Gelegenheiten für Marten bis zur Pause Bestand hatte.

Wegen heftiger Regengüsse pfiff der souveräne Schiedsrichter Rolf Gerstemeier die zweite Hälfte erst mit achtminütiger Verspätung an. Diese erlebten die Netter Rene Pusch und Patrick Wengemann jedoch nicht mehr. Sie blieben in der Kabine und wurden durch Stefan Mattler und Michael Klein ersetzt. So wollte Krämer mehr Stabilität in seine Hintermannschaft bringen.

Die vorgenommen Umstellungen zahlten sich aus. Die Partie wurde ausgeglichener und Nette kam durch Jens Lehman und Christian Wagner zu zwei Gelegenheiten (48.). Eine Minute später bot sich auf der Gegenseite Martens Routinier Thorsten Nilkowski die Möglichkeit die Partie für seine Farben mit einem möglichen 3:0 zu entscheiden. Er vergab einen, von Christian Wagner an Stefan Schütrumpf verursachten, Foulelfmeter.[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_160.jpg Kritisierte die Chancenverwertung seiner Elf: Martens Trainer Ecki Eigenwillig.[/imgbox]

Das sorgte bei dem Gäste-Team für zusätzliche Motivation und auch die rote Karte gegen Christian Wagner (53.) wegen Meckerns verursachte keinen Bruch im verbesserten Spiel der Gäste.

In der 80. Spielminute brachte Eigenwillig für den fleißigen Stefan Schütrumpf dann das Martener „Urgestein“ Andreas Walther und der dankte seinem Trainer auch prompt für die Einwechslung. Es waren gerade zwei Minuten vergangen als Walther nach einer Flanke von Thorsten Nilkowski mit einem sehenswerten Seitfallzieher für die Entscheidung sorgte.

Beim Gast brach nun der letzte Widerstand und Marten kam durch Dennis Kroll und zweimal Tim Schwarz noch zu drei weiteren Treffern.

Trotz des deutlichen Endergebnisses war „Ecki Eigenwillig“ nicht ganz zufrieden: „Nach dem 2:0 muss man einfach in der Chancenverwertung konsequenter sein. Wenn du da einen bekommst, kann es sonst noch mal eng werden“, hatte er die zahlreichen vergebenen Großchancen noch unangenehm in Erinnerung.

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