Seine Erfolgsserie will Schalke 04 heute (18.15 Uhr) im UEFA-Cup gegen Ferencvaros Budapest fortsetzen. Rein rechnerisch ist der Bundesligist auch nach einem Sieg gegen die Ungarn noch nicht in der Zwischenrunde.

Schalke will Zwischenrunde näher kommen

25. November 2004, 09:46 Uhr

Seine Erfolgsserie will Schalke 04 heute (18.15 Uhr) im UEFA-Cup gegen Ferencvaros Budapest fortsetzen. Rein rechnerisch ist der Bundesligist auch nach einem Sieg gegen die Ungarn noch nicht in der Zwischenrunde.

Den Schwung aus Bundesliga und DFB-Pokal will Schalke 04 auch in den UEFA-Cup mitnehmen. Nach dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale und dem Angriff auf die Tabellenspitze wollen die Königsblauen international überwintern und den "Tanz auf drei Hochzeiten" fortsetzen. Heute kann die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick mit einem Sieg (18.15 Uhr/live im ZDF) gegen Ferencvaros Budapest dem Erreichen der Zwischenrunde einen großen Schritt näher kommen.

Drei Millionen für die Heimspiele

Nach zehn Erfolgen in zwölf Pflichtspielen und nur einer Niederlage (1:3 gegen Hertha BSC Berlin) seit seinem Amtsantritt am 28. September will Trainer Ralf Rangnick seine Erfolgsbilanz weiter ausbauen. Die Europacup-Einnahmen sind für die Königsblauen zudem ein wichtiges Zubrot. In den Heimspielen gegen den FC Basel (1:0) und Ferencvaros kassiert Schalke rund drei Millionen Euro.

"Ich bin in Mathe nicht so gut, aber Manager Rudi Assauer hat mir gesagt, dass wir mit einem Sieg noch nicht sicher weiter sind. Ich denke aber, wenn wir gewinnen, haben wir einen großen Schritt in Richtung nächster Runde getan. Selbst wenn es nicht zu einem Erfolg reichen sollte, wären wir auch im letzten Gruppenspiel am 1. Dezember bei Feyenoord Rotterdam in der Lage zu punkten. Diese Konstellation möchten wir aber nach Möglichkeit vermeiden", meinte Rangnick.

Nur Midlothian schon chancenlos

Auf Grund der Ausgangslage in der Gruppe A könnten am Ende Schalke, Basel, Budapest und Rotterdam jeweils sieben Punkten aufweisen. Nur Heart of Midlothian hat keine Chance mehr, einen der ersten drei Plätze zum Einzug in die Zwischenrunde zu belegen. "Wir sind phantastisch drauf, das hat man beim 3:0 in Leverkusen gesehen. Jetzt wollen wir auch im Europacup eine Runde weiterkommen", sagte Torjäger Ebbe Sand.

Gegen Ferencvaros, UEFA-Cup-Sieger 1965, 28-mal Meister, 20-mal Pokalsieger und nach 14 Spieltagen Tabellenführer mit 32 Punkten und 35:12 Toren in Ungarn, müssen die Königsblauen auf Niels Oude Kamphuis (Muskelfaserriss im linken Gesäßmuskel), Gustavo Varela (Innenbandanriss im rechten Knie), Dario Rodriguez (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Fabian Lamotte (Aufbautraining nach Bänder- und Kapselriss im Sprunggelenk) verzichten.

Im Aufgebot von Ferencvaros stehen vier ehemalige Bundesliga- bzw. Zweitligaspieler: Torhüter Lajos Szücs (1998 deutscher Meister mit dem 1. FC Kaiserslautern), Marek Penksa (Eintracht Frankfurt, Dynamo Dresden, Stuttgarter Kickers), Robert Vagner (Energie Cottbus) und Adem Kapic (MSV Duisburg, Alemannia Aachen, Stuttgarter Kickers). Aktuelle Nationalspieler bei Nationaltrainer Lothar Matthäus sind Schlussmann Szücs und Abwehrspieler Zoltan Balog. "Schalke ist natürlich Favorit, aber ein Selbstgänger wird das gegen Ferencvaros nicht", glaubt Matthäus.

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