Länderspielpausen gehörten in der Vergangenheit nicht unbedingt zu den erfreulichsten Randerscheinungen beim BVB.

BVB - Reuter und "Weide" warnen: Austria hat nichts zu verlieren

raka
14. Oktober 2003, 09:55 Uhr

Länderspielpausen gehörten in der Vergangenheit nicht unbedingt zu den erfreulichsten Randerscheinungen beim BVB.

Länderspielpausen gehörten in der Vergangenheit nicht unbedingt zu den erfreulichsten Randerscheinungen beim BVB. In den meisten Fällen quälten sich die Borussen anschließend über den Rasen und mussten so manche Klatsche einstecken. In dieser Saison war das erste "Break" danach jedoch mit einem Erfolg versehen, gegen Werden Bremen wurde ein Dreier eingefahren. Ähnliches soll nun am Mittwoch (Anstoß 20.30 Uhr) gegen Austria Wien folgen, obwohl den Schwarz-Gelben ein Unentschieden oder sogar eine Niederlage (0:1) reicht, um in die zweite Runde des UEFA-Pokals einzuziehen. Doch auf solche Zahlenspielereien will sich in Dortmund niemand einlassen, schließlich wollen sie ihre Siegesserie, die bisher drei Erfolge aufweist, fortsetzen und ihrem Präsidenten die versprochenen fünf Dreier in Folge präsentieren.

"Wir haben eine ganz gute Ausgangsposition, doch wird das Rückspiel gegen den österreichischen Meister schwer genug", lässt Roman Weidenfeller keine Zweifel aufkommen, dass der BVB voll konzentriert zu Werke gehen wird, "die Gäste haben nichts mehr zu verlieren und können dementsprechend selbstbewusst auftreten." Der Keeper hat zudem das persönliche Ziel, wie zuletzt gegen Freiburg und in Frankfurt, ohne Gegentor zu bleiben, um Matthias Sammer erst gar keinen Kritikansatzpunkt zu liefern. Der Coach hatte nämlich den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich durch einen 32-Meter-Freistoßhammer von Janocko im Ernst-Happel-Stadion als nicht unhaltbar bezeichnet. Mit dieser Meinung stand er allerdings recht allein, wie auch Weidenfeller gesteht: "Sicherlich hat der Trainer das Recht, mich zu kritisieren, zumal er mir zuvor stets den Rücken gestärkt hat, doch in diesem Fall war ich anderer Ansicht."

Auf der gleichen Schiene wie der Ex-Lauterer, allerdings in Bezug auf die Austria, fährt Stefan Reuter: "Keine Frage, wir sind der Favorit, darum kann Wien frei aufspielen und alles riskieren." An eine unerfreuliche Sensation verschwendet der 36-Jährige aber keinen Gedanken: "Wir haben uns schließlich das Erreichen des Finales auf die Fahnen geschrieben." Auf dem Weg nach Göteborg möchte der Routinier noch einige attraktive Gegner im Westfalenstadion begrüßen: "In dieser Saison sind dort sehr prominente Vereine wie Barcelona oder Liverpool vertreten." Gelost wird allerdings erst am Freitag und dann soll der Name Borussia Dortmund noch in der Trommel sein, auch weil Sammer wieder auf das Tschechen-Duo Tomas Rosicky & Jan Koller und eventuell auf Flavio Conceicao zurückgreifen kann.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:
BVB: Weidenfeller - Reuter, Wörns, Berdölmo, Jensen - Kehl, Conceicao, Dede - Rosicky - Ewerthon, Koller.
Wien: Mandl - Dospel. Verlaat, Afolabi - Scharner, Blanchard, Flögel, Wagener, Janocko - Gilewicz, Rushfeldt.

Autor: raka

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