FC Bayern glanzlos ins Achtelfinale

cleu
25. Oktober 2006, 22:33 Uhr

Der FC Bayern München darf weiter vom dritten DFB-Pokalsieg in Folge träumen. Der Double-Gewinner steht nach einem 1:0-Erfolg durch einen Ottl-Treffer über Zweitligist Kaiserslautern unter den letzten 16.

Wenig überzeugt und doch ingesamt ungefährdet weiter: Bayern München hat die dritte Runde im DFB-Pokal erreicht. Der von Felix Magath trainierte Titelverteidiger setzte sich mit Mühe, dank einer Leistungssteigerung in zweiten Halbzeit aber letztlich verdient mit 1:0 (0:0) gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Kaiserslautern durch. Das Tor für den 13-maligen Pokalsieger erzielte Andreas Ottl (49.). Für Magath war es bereits der 16. Pokalspielsieg in Folge als Bayern-Coach.

Vor der Minuskulisse von 51.000 Zuschauern in der Münchner Arena mussten die Bayern-Fans allerdings lange auf die standesgemäße Führung der Gastgeber warten. Nach einer schwachen ersten Halbzeit nutzte Ottl die erste Chance im zweiten Durchgang zum 1:0. Nach einer Ecke von Roy Makaay und einer Verlängerung von Martin Demichelis köpfte der defensive Mittelfeldspieler freistehend aus kurzer Distanz ein.

Die Bayern, bei denen Magath im Vergleich zur 1:3-Niederlage im Bundesliga-Spitzenspiel bei Werder Bremen anstelle des verletzten und ohnehin im Pokal gesperrten Innenverteidigers Lucio den Argentinier Demichelis brachte, übernahmen von Beginn an die Initiative. Bereits in der Anfangsphase kam Nationalstürmer Lukas Podolski zu zwei Gelegenheiten. Zunächst scheiterte er an FCK-Keeper Florian Fromlowitz, der für Jürgen Macho zwischen die Pfosten gerückt war (2.), fünf Minuten später verfehlte Podolski mit einem Kopfball das Ziel.

Defensive Lauterer zu harmlos

Der Zweitligist, bei dem gleich fünf neue Spieler im Vergleich zum 1:0-Erfolg an gleicher Stelle gegen 1860 München in der Startelf standen, beschränkte sich weitgehend auf die Defensive. Eigene Angriffe blieben die Ausnahme und waren zudem meist harmlos. Die Bayern dominierten auch in der Folge die Partie, fanden jedoch nur noch selten die Lücken in der dicht gestaffelten Abwehr der Pfälzer.

Danach verflachte die Begegnung zusehends. Aus dem Mittelfeld der Bayern kamen kaum noch Ideen, zudem schlichen sich einige Nachlässigkeiten ein. Die Lauterer, die mit Azar Karadas als einziger Spitze agierten, kamen nun zwar zu etwas größeren Spielanteilen, in der Offensive konnten sie jedoch nicht für ernsthafte Gefahr sorgen.

Durch Ottls Treffer zu Beginn der zweiten Hälfte entwickelte sich in der Folge eine offenere und abwechslungsreichere Partie, ohne dass die Bayern wirklich überzeugend auftraten. Die sich nun vermehrt ergebenden Konterchancen wurden teils leichtfertig vergeben. Die beste Gelegenheit hatte Mark van Bommel in der 70. Minute, als er nach einer Ecke mit einem Distanzschuss das Tor nur knapp verfehlte.

Autor: cleu

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