SCHALKE - Timo Kunert hofft auf einen Profi-Vertrag

hb
25. Oktober 2005, 12:59 Uhr

Timo Kunert hat das Highlight seiner Fußballer-Karriere schlechthin hinter sich. Der Mittelfeld-Kicker des FC Schalke 04 half in den vergangenen zwei Wochen mit, dass der deutsche Nachwuchs wieder einen guten Ruf in Europa genießt.

Timo Kunert hat das Highlight seiner Fußballer-Karriere schlechthin hinter sich. Der Mittelfeld-Kicker des FC Schalke 04 half in den vergangenen zwei Wochen mit, dass der deutsche Nachwuchs wieder einen guten Ruf in Europa genießt.

Bei der Qualifikation zur Europameisterschaft 2006 in Polen sorgte Kunert unter anderem mit seinem 3:2-Siegtreffer im zweiten Gruppenspiel gegen Griechenland in Warendorf dafür, dass die DFB-Auswahl schon frühzeitig die nächste Phase der EM-Qualifikation erreicht hatte.

„Das war schon ein tolles Gefühl, so ein wichtiges Tor gemacht zu haben“, erinnert sich der 18-Jährige an seinen persönlichen Glücks-Moment. „Da wir dann schon durch waren und die letzte Partie gegen die Niederlande somit bedeutungslos war, wollten wir noch unbedingt, dass die Holländer nicht dabei sind“, ist auch bei den Junioren das Prestige-Denken im Duell mit den „Oranjes“ voll vorhanden. Der Plan ging auf, die Truppe von Trainer Horst Hrubesch verwandelten einen 0:2-Rückstand noch in ein 2:2, womit Weißrussland als Gruppen-Zweiter der lachende Dritte auf dem Weg nach Polen war.

Bis der nächste DFB-Lehrgang vom 31. Oktober bis zum 2. November in Ruit stattfindet, will sich Kunert nun wieder voll auf seinen Verein und natürlich die Schule konzentrieren. „Klar waren Ferien, aber in der zurück liegenden Woche habe ich eine Menge Unterricht verpasst“, erzählt der Pennäler eines Berufskollegs in Bottrop. „Zum Glück habe ich zwei Freunde, die mir die Aufgaben kopiert haben, sodass ich den Stoff nachholen kann.“

In den nächsten Spitzenspielen der A-Junioren-Bundesliga mit Schalke in Dortmund und gegen Mönchengladbach kann Kunert nun seinen Wunsch forcieren, dass er nach Manuel Neuer, Niko Bungert und Markus Heppke vielleicht das nächste Talent auf Schalke sein wird, das einen Profivertrag unterschreiben darf. „Ich denke, dass mich der Verein weiter beobachtet und sich vielleicht im Februar oder März nächsten Jahres mit mir an einen Tisch setzt“, hofft Kunert auf einen Termin bei Team-Manager Andreas Müller.

Denn mit einem Kontrakt als Vertrags-Amateur in der Oberliga sieht der Blondschopf seine Zukunft nicht. Daher würde für Kunert auch ein Ausleihgeschäft an einen anderen Verein in Frage kommen. „In erster Linie denke ich an Schalke. Aber falls sich so eine Konstellation wie bei Michael Delura ergibt, könnte ich mir das auch vorstellen“, hat er das Beispiel des von Schalke für zwei Jahre an Hannover ausgeborgten Stürmers vor Augen.

Autor: hb

Kommentieren