Die SG Eintracht Gelsenkirchen kann sich weiter Hoffnung auf den Landesliga-Aufstieg machen. Die Gäste konnten sich bei den Sportfreunden Bulmke mit 2:0 durchsetzen und behalten Tabellenführer DJK Adler Riemke im Blickfeld. Rund 100 Zuschauer sahen am Sonntagnachmittag am Tossehof ein hart umkämpftes, allerdings schwaches Bezirksliga-Spiel.[i] Ein Ortstermin.[/i]

Bezirksliga 13: SG Eintracht Gelsenkirchen hält Anschluss an die Tabellenspitze

„Nicht die bessere, sondern die clevere Mannschaft hat heute gewonnen“

29. Oktober 2006, 21:41 Uhr

Die SG Eintracht Gelsenkirchen kann sich weiter Hoffnung auf den Landesliga-Aufstieg machen. Die Gäste konnten sich bei den Sportfreunden Bulmke mit 2:0 durchsetzen und behalten Tabellenführer DJK Adler Riemke im Blickfeld. Rund 100 Zuschauer sahen am Sonntagnachmittag am Tossehof ein hart umkämpftes, allerdings schwaches Bezirksliga-Spiel.[i] Ein Ortstermin.[/i]

Die Bulmker, die sich in der Woche noch mit dem ehemaligen Regionalligaspieler Akmekne Nkwanko und Micails Marlon verstärkt hatten, gingen von Anfang an aggresiv in die Zweikämpfe und waren bemüht, sich ein spielerisches Übergewicht zu erarbeiten und präsentierten dabei teilweise recht ansehnlichen Kombinationsfussball - allerdings ohne den gewünschten Erfolg. „Wir haben bis zum Strafraum gut gespielt, aber danach hat die Durchsetzungskraft gefehlt“, kritisierte Bulmkes Trainer Wolfgang Reichel nach Spielende.

Wie man es besser macht, zeigten die Gäste in der 20. Spielminute, als sie sich auf der rechten Seite durchsetzten und durch einen Kopfball von Marcel Ligmann mit 1:0 in Führung gingen. Für Eintracht-Trainer Demps war es "der schönste Spielzug im ganzen Spiel". Auch sonst war er zufrieden: "Wir haben danach besser gespielt. Die Einstellung und die Bereitschaft der Mannschaft waren sehr gut." Tatsächlich präsentierte sich die Demps-Elf in der Folgezeit souveräner und ging mit der 1:0-Pausenführung in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang begann die Partie sehr zerfahren. Gelungene Aktionen waren Mangelware. Die Gäste beschränkten sich nun zunehmend auf Defensivarbeit, während den Hausherren im Spiel nach vorne ein ums andere Mal die Kreativität fehlte. Beide Mannschaften verzettelten sich in zahlreichen Zweikämpfen im Mittelfeld und tauchten kaum noch im gegnerischen Strafraum auf. Von Torgefahr war lange Zeit nichts zu spüren. Bis zur 75. Minute, in der Micails Marlon mit einem wuchtigen Weitschuss Eintracht-Torwart Demps zu einer guten Parade zwang. Das war wie ein Wachruf für die Bulmker, die den Druck erhöhten und zu guten Tormöglichkeiten kamen. Die beste davon vergab Marcel Hussein, der nach einem schönen Zuspiel von Marlon frei aus 10 Metern Demps anschoss (79.).

Die Bulmker warfen nun alles nach vorne, luden dadurch den Gegner aber zum Kontern ein. Nach einem langen Ball konnte sich Eintracht-Stürmer Orhun Cevik durchsetzen und sorgte mit seinem Heber zum 2:0 für die Entscheidung (88.).

„Nicht die bessere, sondern die clevere Mannschaft hat heute gewonnen“, analysierte Bulmkes Coach Reichel nach Spielende. Während der Übungsleiter mit dem Auftritt von Marlon zufrieden war, gab es für Nkwanko, den zweiten Zugang der Bulmker, kritische Worte zu hören: „Ich war mit der Leistung von Marlon sehr zufrieden. Ich war überrascht, dass er auf einer für ihn ungewohnten Position ein so gutes Spiel gemacht hat. Mit der Leitung von Nkwanko bin ich allerdings nicht zufrieden. Von einem Mann mit seiner Erfahrung muss viel mehr kommen.“

Für Eintracht-Coach Ede Demps zählte angesichts der weiterhin angespannten personellen Lage letztendlich nicht wie die Punkte zustande gekommen waren, sondern nur, dass die Elf mit drei Zählern im Gepäck die Heimreise antrat. „Wir haben heute sicherlich nicht so gut gespielt, aber ich mache meinen Spielern keinen Vorwurf. Die Mannschaft hat alles gegeben. Und wir haben drei wichtige Punkte eingefahren. Die dünne Personaldecke macht sich massiv bemerkbar. Einige Stammkräfte haben heute verletzungsbedingt gefehlt. Da sind wir nicht in der Lage, das zu kompensieren. Wenn alle Verletzten zurück sind, werden wir auch ein besseren Fussball zeigen.“

Autor:

Mehr zum Thema

Rubriken

Kommentieren