Eingesackt! Mit 35000 Euro wird der Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals honoriert, Geld, das nicht in den Etatplanungen vor einer Spielzeit berücksichtigt werden kann.

SG SCHÖNEBECK: Hellmann-Konflikt, Prämie für das Team

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21. Dezember 2006, 17:07 Uhr

Eingesackt! Mit 35000 Euro wird der Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals honoriert, Geld, das nicht in den Etatplanungen vor einer Spielzeit berücksichtigt werden kann.

Eingesackt! Mit 35000 Euro wird der Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals honoriert, Geld, das nicht in den Etatplanungen vor einer Spielzeit berücksichtigt werden kann, das gilt auch für die 100000 Euro, die es für das Lösen des Berliner Finaltickets gibt (26. Mai 2007). Zweitligist 1.FC Saarbrücken, der FCR Duisburg und der 1.FFC Frankfurt sind noch im Topf. "So lange wir ein Heimspiel bekommen, ist mir der Gegner egal", legt sich SGS-Coach Ralf Agolli fest, hofft, wie auch die anderen Bundesligisten, natürlich auf den Zweitligisten 1.FCS am 7. oder 8. April.

Am 25. Februar geht die Rückrunde los. SGS-Manager Willi Wißing: "Auf Anfrage beim DFB habe ich erfahren, dass die Pokalauslosung nicht mehr in diesem Jahr stattfinden wird. Diese soll live im TV entweder während des Hallenpokals im Januar oder im Rahmen einer Pokal-Auslosung bei den Männern über die Bühne gehen." Verhandelt wurde bereits intern, der Mannschaftsrat setzte sich mit den Verantwortlichen zusammen, um am Cup-Ertrag beteiligt zu werden. Agolli: "Der Club lässt sich nicht lumpen." Auch nicht beim Coach, nach dem sich interessanterweise ein Herren-Oberligist erkundigte. Agollis Vertrag läuft am Spielzeitende aus.
Alles mittelbare Zukunft, wichtig ist der Trainingsauftakt als Termin. Die SGS stimmt sich ab dem 12. Januar an drei Abenden in der Goalfever-Halle in Altenessen für das Indoor-Spektakel des DFB-Hallenpokals am Samstag, 20. Januar, in der Bonner Hardtberghalle (Ausrichter SC Bad Neuenahr) ein. "Ich habe Mädels im Team, die können in diesem Parkett richtig stark zocken, ich rechne mir natürlich etwas aus", kündigt Agolli an.

Auch der Transfermarkt wird beobachtet. Offensivalternative Katrin Lange geht berufsbedingt (Abschluss der Polizeiausbildung) zurück in die Zweitvertretung. "Wenn sich eine Chance bietet, würden wir die Rolle neu besetzen", überlegt Agolli, der natürlich auch noch den Namen Kerstin Stegemann im Kopf hat. Agolli: "Sie wäre auf jeden Fall hochwillkommen." Im Sommer saß man zusammen, tauschte auch Zahlen aus. "Wenn diese noch in Ordnung sind, ist das für uns machbar", legt sich Agolli fest. Die Nationalspielerin hat sich bei Heike Rheine bereits abgemeldet, beim Club entscheidet sich die Führungfrage am 9. Januar, sollte die Antwort nicht den Vorstellungen von "Stege" entsprechend, steht die SGS parat.

Die Waage stand im Mittelpunkt, der Kader muss sich stellen, die Fitness-Diagnose formuliert (Body Mass Index - BMI). Karina Hellmann erhielt die Aufforderung - ähnlich wie eine Charline Hartmann vor einigen Monaten - mehr zu investieren. "Nach dem Freiburg-Match hatten wir ein Gespräch", erinnert sich Agolli. Hellmann ist seit dem nicht mehr erschienen, ein potenzieller Konflikt, der zu lösen ist. "Sie bringt alles mit, um sich in der Liga zu etablieren, sie auf Defizite hinzuweisen, ist mein Recht", positioniert sich der 44-Jährige. Das Fitness-Beispiel Hartmann zieht, die Stürmerin ist zurzeit zusammen mit Birgit Prinz (1.FFC Frankfurt) und Okoyino da Mbabi (Neuenahr) die erfolgreichste Liga-Knipserin (11 Tore).

Unter der Woche musste sich Linda Bresonik beim Fitnesstest der Nationalmannschaft für ihr potenzielles Comeback im A-Team quälen, es geht um ein Ticket für die Weltmeisterschaft 2007 in China. Randnotiz: Wie im Rahmen dieses sichtlich sensiblen Themas dazu der Ausflug in einen "Fastfood-Bunker" auf der Rückfahrt nach dem Pokalsieg in Crailsheim passt, bleibt das Club-Geheimnis.

Autor: og

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