Ab heute ist das Wattenscheider Neuverpflichtungs-Trio endlich komplett. Caro Hamann unterschreibt bei der SG Schönebeck einen Vertrag bis 2010, vorab kamen bereits Sabrina Dörpinghaus und Daniela Löwenberg. Die 20-Jährige ist im Kader von Coach Ralf Agolli für das Sturmzentrum vorgesehen.

SG Schönebeck: Stürmerin macht bis 2009 SGW-Trio komplett

Hamann: „Hintern aufreißen“

og
27. Juni 2008, 09:17 Uhr

Ab heute ist das Wattenscheider Neuverpflichtungs-Trio endlich komplett. Caro Hamann unterschreibt bei der SG Schönebeck einen Vertrag bis 2010, vorab kamen bereits Sabrina Dörpinghaus und Daniela Löwenberg. Die 20-Jährige ist im Kader von Coach Ralf Agolli für das Sturmzentrum vorgesehen.

Beim Bundesliga-Absteiger SGW 09 traf sie in der abgelaufenen Spielzeit vier Mal. In Essen könnte sie die Rolle von Charline Hartmann einnehmen, die sich bekanntlich verändern möchte. „Ab heute ist alles perfekt“, bestätigt die gebürtige Schwedterin, die als Lebensmotto „Carpe diem“ angibt – nutze den Tag. Hamann: „Am Anfang schien es ein wenig schwierig, aber die Clubs haben sich geeinigt.“ Da ihr Vertrag bei der SGW noch bis 2009 lief war das ein Vorab-Muss.

Also bleibt die 1,70 Meter-Frau weiterhin Erstliga-Stürmerin. „Ich hoffe, ich werde mich durchsetzen.“ Erstaunt war Hamann nicht über das Vorfühlen des Nachbarvereins. „Die SGS war letztendlich schon seit drei Jahren an mir dran.“ Jetzt erfolgreich! Weil Hamann auch ins Grübeln kam. „Um weiter zu kommen, muss man auch einmal etwas neues ausprobieren. Verkehrt ist das bestimmt nicht, weiterhin in der Bundesliga zu spielen.“

Um auch eine Rolle auf der DFB-Bühne zu bekommen, schließlich war Hamann für die U23 des Verbandes bereits einmal Thema.
Fakt ist, die Stürmerin muss vorne zustechen, das passende Sternzeichen Skorpion hat sie bereits. „Ralf Agolli erwartet von mir das, was er von allen Spielerinnen erwartet.“ Einsatz, Teamfähigkeit – ansonsten kann der 47-Jährige ziemlich unangenehm werden. Hamann: „Mir ist klar, dass niemand im Kader eine Stammplatzgarantie haben wird. Alle müssen sich den Hintern aufreißen.“

Wichtig ist, den Abstiegsfrust abzuhaken. Hamann: „Wir hätten die Klasse eigentlich halten können. Es hat einiges nicht gestimmt, vor allen Dingen die ganzen Trainerwechsel.“ Es gab in der letzten Spielzeit insgesamt drei Verantwortliche auf der SGW-Bank – mindestens zwei zuviel. Hamann kritisch: „Jeder kann sich vorstellen, so was bleibt in den Köpfen.“ In Essen gibt es nur Agolli, der die Richtung vorgibt, schon seit Jahren.
Hamann „baute“ erfolgreich das Fachabitur, jetzt wird eine Ausbildung zur Bürokauffrau angestrebt. Ansprechpartner sind das Unternehmen Evonik, ersatzweise könnte sie auch beim Steuerberater oder im Reisebüro landen. Alles auch mit Unterstützung der SGS. Für Hamann, die sich für knapp fünf Tage auf „Malle“ entspannte, ist also Durchstarten angesagt, sportlich und beruflich.

Das gestrige EM-Halbfinale Türkei gegen Deutschland schaute sie sich mit ihrem Freund auf dem heimischen Sofa an. Anschauungsunterricht für die Vorbereitung mit der SGS, die als wichtige Etappe das übliche Trainingslager im Sporthotel Hertling in Waldbreitbach hat, zu dem die SGS bekanntlich intensive Beziehungen unterhält. Angesetzter Termin: 28. Juli bis 3. August.

Autor: og

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