Alfred Dorfer, ein nicht unbekannter Österreicher, hat das Fußball-Turnier zwischen Klagenfurt und Wien treffend auf den Punkt gemacht: Eine Fußball-EM in Österreich, das ist wie Skispringen in Namibia.

EM-Tagebuch: Günther Pohl berichtet aus Österreich/Schweiz (Sonntag, 8. Juni)

Wie Skispringen in Namibia

08. Juni 2008, 10:41 Uhr

Alfred Dorfer, ein nicht unbekannter Österreicher, hat das Fußball-Turnier zwischen Klagenfurt und Wien treffend auf den Punkt gemacht: Eine Fußball-EM in Österreich, das ist wie Skispringen in Namibia.

Ganz so schlimm ist es nicht. Denn schließlich gibt es Hans Krankl und das 3:2 über Deutschland 1978, und seither hat der österreichische Fußball seine Daseinsberechtigung. Von Lugano aus jetten 200 Journalisten nach Klagenfurt, denn das DFB-Team ist der Reise-Europameister. Und damit jedes Spiel für den Tross ein Abenteuer. Glück gehabt, während die ersten schon um halb neun ins Nachbarland fliegen, ist unsere Gruppe erst um 12.30 Uhr dran.

Gemeinsam werden wir dann irgendwann am anderen Morgen gegen fünf Uhr wieder in unseren Hotelbetten liegen. Deutschland gegen Polen, für Brisanz ist gesorgt, denn selbst Mehmed Scholl weiß, dass Polen hinter Deutschland und Kroatien stolzer Gruppendritter wird. Und weil die polnischen Medien sich allzuweit aus dem Fenster gelehnt haben, hier schon mal eine Information: Dienstag, 17. Juni, Abflug sechs Uhr von Klagenfurt, umsteigen in Wien, Ankunft 9.35 Uhr in Warschau. Flughafen S. Chopin, Flugnummer Austria OS 944/625. Preis pro Spieler (ca.) 478 Euro.

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