Direkter Vergleich mit Wien, Fernduell mit Turin

22. November 2005, 09:12 Uhr

Im Kampf um den Gruppensieg lädt Bayern München heute Rapid Wien zum Heimspiel in die Allianz Arena. Gegen die punktlosen Österreicher will der Meister zumindest das Achtelfinal-Ticket in der Champions League sichern.

Nach zwei Heimsiegen will der FC Bayern München heute auch im letzten Gruppenspiel der Champions League vor heimischen Publikum seine weiße Weste wahren. Trainer Felix Magath baut vor dem fünften Spieltag in der Gruppe A des deutschen Rekordmeisters Bayern München (20.45 Uhr/live bei Premiere) gegen den österreichischen Titelträger Rapid Wien auf das, was beim knappen Bundesligasieg in Bielefeld (2:1) nicht geglückt war. "Ein frühes Tor wäre gut, weil die Moral der Wiener nicht so gut sein wird. Für die ist die Champions League ja bereits gelaufen", sagt Magath.

Ein frühes Tor - und dann nachlegen: Wollen die Bayern ihre Chance auf den Gruppensieg wahren, müssen sie gegen Rapid und beim FC Brügge am 7. Dezember mit zwei Toren besser abschneiden als der punktgleiche Tabellenführer Juventus Turin, der in der umgekehrten Reihenfolge gegen diese beiden Teams antritt. Juve, das im direkten Vergleich mit den Bayern gleichauf liegt, führt die Tabelle der Gruppe A mit zwei Toren Vorsprung an. Sollte Turin gegen den belgischen Vertreter FC Brügge gewinnen, stünden die Bayern bereits mit einem Unentschieden aber schon sicher im Achtelfinale.

Bielefeld als warnendes Beispiel

Zweifel an einem Erfolg gegen Wien versucht Magath nach dem mäßigen Gastspiel in Bielefeld zu zerstreuen. Man habe dort sicher nicht gut gespielt, räumt der Trainer ein, doch die späten und weitgehend als glücklich eingestuften Treffer wertet er als Ausdruck der eigenen Stärke: "Wenn eine Mannschaft häufig gegen Ende zulegt, hat das nichts mit Dusel, sondern mit Moral, Fitness und Selbstvertrauen zu tun."

Weiterhin für Gesprächsstoff sorgt auch vor diesem Auftritt Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack. Der 29-Jährige droht wegen anhaltender Beschwerden aufgrund einer Oberschenkelzerrung auszufallen. Für ihn dürfte der iranische Nationalspieler Ali Karimi in die Anfangsformation rücken. In Bielefeld musste der 27-Jährige wegen Schmerzen in der Wade passen. Mehmet Scholl vertrat ihn, fällt nun aber wegen muskulären Problemem definitiv aus.

Leicht angeschlagen ist auch Martin Demichelis (Prellung), Ze Roberto (Innenband) muss passen. Paolo Guerrero wird trotz seines starken Kurzauftritts in Bielefeld wieder auf der Bank sitzen, den Rückkehrer Philipp Lahm bezeichnet Magath als "Alternative auf der linken Abwehrseite".

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