Die sportliche Entwicklung konnte nicht mit der wirtschaftlichen Vorbereitung auf die neue Regionalliga mithalten. Velbert stand insgesamt nur an den ersten beiden Spieltagen richtig in der Sonne, ansonsten hechelte man dem Quartett an der Spitze ständig hinterher.

Velbert: Aufstieg mit neuem Stadion

Scheitern war letztendlich völlig verdient

og
23. Mai 2008, 08:55 Uhr

Die sportliche Entwicklung konnte nicht mit der wirtschaftlichen Vorbereitung auf die neue Regionalliga mithalten. Velbert stand insgesamt nur an den ersten beiden Spieltagen richtig in der Sonne, ansonsten hechelte man dem Quartett an der Spitze ständig hinterher.

Oliver Kuhn, pragmatischer Boss in Velbert: „Wenn man als Club am Ende aufsteigt, dann hat man das auch verdient.“ Die SSVg blickt in die Röhre.

Selbst der Trainertausch brachte nicht das abschließende Frohlocken, Dietmar Grabotin durfte gehen, Achim Weber übernahm, jetzt kommt Markus Feldhoff. Auf den Punkt gebracht: Das Saisonziel wurde nicht erreicht! „Wenn man sieht, dass in Kleve zu einem entscheidenden Match über 4000 Zuschauer kommen, muss man zugeben, der 1.FC ist einen Schritt weiter“, legt sich Kuhn fest. Deshalb dann Vierter, nicht wie Velbert noch zwei Ränge dahinter. Kuhn: „Wir hätten es geschafft, wenn alles optimal gelaufen wäre.“ Was nicht der Fall ist. Kuhn: „Fehler wurden gemacht.“ Auf allen Ebenen.

Abgänge sind auch klar: Jeffrey Tumanan geht zur U23 des FC Schalke 04, Florian Thorwart packt die Koffer offenbar für den identischen Verein. Auch Christopher Finnern wird das Kapitel SSVg schließen, Nils Schulte gleichfalls (Oestrich). Kuhn: „Wir haben uns mit Florian zusammengesetzt, für die NRW-Liga ist er uns einfach zu teuer, das haben wir ganz offen geklärt.“

Es werden nicht die einzigen Akteure bleiben. Kuhn prognostiziert „einen Umbruch.“ Einfach auch, um die Frustkruste über der unbefriedigenden Saison aufzubrechen. Kuhn ist sachlich, allerdings auch kämpferisch: „Natürlich langen wir manchmal daneben. Aber wir werden auch in der nächsten Spielzeit wieder oben mit dabei sein.“ Und noch eines schickt er hinterher: „Die Truppe wird stärker sein, als der letzte Kader.“

Wenn man bedenkt, dass die abgeschlossene Runde eine ziemliche Würgerei war, hätte es sowie einen mächtigen Blutaustausch geben müssen. „Wenn man souverän und gut aufsteigt, reichen gezielte Verstärkungen“, grübelt Kuhn. Das soll im nächsten Sommer anstehen. „Mir ist es sowieso lieber, nach einer richtig guten Leistung hoch zu gehen, dann auch mit einem neuen Stadion im Rücken, das auch eine wirtschaftliche Stärkung garantiert.“ Die Arena wird im kommenden Sommer fertiggestellt sein. Kuhn: „Wir hatten sowieso einen Zweijahresplan.“ Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Autor: og

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