Im Viertelfinale der Champions League hoffen die

"Juve" plant "Lieblingsergebnis" gegen Liverpool

13. April 2005, 08:33 Uhr

Im Viertelfinale der Champions League hoffen die "1:0-Spezialisten" von Juventus Turin heute auf ihr "Lieblingsergebnis" gegen den FC Liverpool. Zudem empfängt der PSV Eindhoven den französischen Meister Olympique Lyon.

Nicht nur der FC Bayern München hat in der Champions-League-Vorrunde bei den beiden Niederlagen mit den "1:0-Spezialisten" von Juventus Turin Bekanntschaft gemacht. Sämtliche vier Heimspiele der "Königsklasse" hat der italienische Rekordmeister mit dem typischen italienischen "Catenaccio-Ergebnis" gewonnen. Auch gegen Real Madrid stand es im Achtelfinale nach 90 Minuten 1:0, ehe Marcelo Zalayeta vier Minuten vor dem Ende den 2:0-Siegtreffer erzielte. Nun will die"alte Dame" mit ihrem "Lieblingsergebnis" auch den Einzug in das Halbfinale perfekt machen.

"Wir haben keine Angst und wissen genau, dass wir keine so schlechte Ausgangsposition haben. Es wäre in der Champions League in dieser Saison nicht das erste Mal, dass wir im eigenen Stadion 1:0 gewinnen", erklärte "Juve"-Kapitän Fabio Cannavaro vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der "Königsklasse" am Mittwoch (20.45 Uhr/live bei Premiere) gegen den englischen Rekordmeister FC Liverpool, auch wenn der französische Torjäger David Trezeguet wegen einer Knöchelverletzung ausfällt. Cannavaro selbst hatte die Mannschaft von Trainer Fabio Capello mit seinem Treffer zum 1:2 (63.) im Hinspiel an der Anfield Road die Möglichkeit zum Einzug in das Semifinale offen gehalten.

Liverpool glaubt an Halbfinal-Chance

Davon wollen sich die Engländer vor ihrer Reise nach Turin aber nicht beeindrucken lassen. Die Mannschaft von Teammanager Rafael Benitez glaubt nach dem knappen Hinspielerfolg trotz der nach dem Ausfall von Nationalspieler Steven Gerrard (Adduktorenzerrung) angespannten Personalsituation weiter an seine Chance. "Ein 2:1-Sieg im Hinspiel ist zwar nicht das beste Ergebnis, aber unser Selbstvertrauen ist nach dem Sieg gegen Juventus an der Anfield Road immens. Ich bin mir sicher, dass wir auch in Turin ein Tor erzielen können", sagte Liverpools tschechischer Angreifer Milan Baros vor dem mit Spannung erwarteten Duell im Stadion Delle Alpi.

Im Kader der Liverpooler stehen indes der Spanier Xabi Alonso und auch der Franzose Djibril Cisse, der auf Grund eines doppelten Beinbruchs im Oktober 2004 ein halbes Jahr pausiert hat. "Er könnte für uns in der Schlussphase wichtig werden. Er ist eine gute Option", meinte Benitez am Dienstag.

Turin zittert vor der "Rache für Heysel"

Allerdings wird die Arena in Turin am Mittwoch zum Hochsicherheitstrakt. Die italienische Polizei befürchtet nach Drohungen im Internet im Zuge der Partie Ausschreitungen. Nach einem Bericht der Gazzetta dello Sport kündigten Turiner "Ultras" "Rache für Heysel" an. "Das ist kein Spiel wie jedes andere. Wir werden uns gründlich vorbereiten und wollen auf jede Situation vorbereitet sein", sagte ein Sprecher der Turiner Polizei.

Im Brüsseler Heysel-Stadion war es 1985 vor dem Endspiel im Europapokal der Landesmeister zwischen Turin und Liverpool (1:0) zur Katastrophe gekommen. Nachdem vornehmlich Liverpooler Fans gewalttätig geworden sind, kamen 39 Zuschauer ums Leben. Beim Hinspiel hatten die Anhänger beider Teams den Opfern gedacht. Zum Rückspiel werden allein 4000 Fans aus England erwartet.

Lyon träumt von erster Halbfinal-Teilnahme

Weit weniger Brisanz, aber ungeheuer viel Spannung verspricht das zweite Viertelfinal-Rückspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/live bei Premiere) zwischen dem PSV Eindhoven und dem dreimaligen französischen Meister Olympique Lyon. Dabei will sich Lyon trotz des enttäuschenden 1:1 im Hinspiel mit einem Erfolg im Rückspiel zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte für das Semifinale der Champions League qualifizieren. "Die Partie in Eindhoven ist das wichtigste Spiel unserer Geschichte. Wir können mit dem Einzug in das Halbfinale einen Hauptpreis gewinnen", sagte Lyons Präsident Jean-Michel Aulas.

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