Die Kicker der Spvgg Sterkrade-Nord haben es nach vier Spielen ohne Niederlage in Folge verpasst sich weiter Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Aufgrund einer streckenweise unterirdisch schwachen Leistung in der zweiten Hälfte verloren die von Horst Schunk und Jörg Mattern trainierten Kicker aus Oberhausen völlig verdient gegen den Aufsteiger 1. FC Mülheim mit 1:2 auf der heimischen Platzanlage.

Bezirksliga 8 NR: Spvgg Sterkrade-Nord - 1. FC Mülheim 1:2 (1:1) (Ortstermin)

"Wir wollten mit Herz und Feuer spielen"

Heiko Gaeb
04. Mai 2008, 20:00 Uhr

Die Kicker der Spvgg Sterkrade-Nord haben es nach vier Spielen ohne Niederlage in Folge verpasst sich weiter Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Aufgrund einer streckenweise unterirdisch schwachen Leistung in der zweiten Hälfte verloren die von Horst Schunk und Jörg Mattern trainierten Kicker aus Oberhausen völlig verdient gegen den Aufsteiger 1. FC Mülheim mit 1:2 auf der heimischen Platzanlage.

Die siegreichen Gäste hingegen können nach dem Erfolg wohl ein weiteres Jahr in der Bezirksliga einplanen, auch wenn rein rechnerisch noch alles möglich ist - was den Sturz in die Kreisliga A betrifft.

Nach einem anfänglichen Abtasten mit leichten Feldvorteilen für die Hausherren brachte Dennis Pfeil sein Team nach 13 Minuten per Kopf in Führung, sein 21. Saisontreffer. Zwei Minuten später hätte Thomas Dziedzic fast auf 2:0 für die Hausherren erhöht. Bis dahin standen die Zeichen auf einen erneuten Erfolg für die Gastgeber, die getreu dem Motto "never change a winning Team" in der selben Besetzung wie in der Vorwoche, wo ja bekanntlich ein 7:0 gegen den TB Oberhausen heraussprang, angetreten. Und auch Coach Mattern zeigte sich sieben Tage nach der Prügelattacke wieder weitgehend genesen.

Doch die Gäste kamen immer besser in die Partie und konnten Sterkrade-Nord zusehens immer mehr ihr Spiel aufdrängen. Die Hausherren befanden sich immer öfter in ihrer eigenen Hälfte und wurden zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff dann auch für ihre Passivität bestraft. Der Styrumer Spielmacher Jusef Saado düpierte die Defensive der Nordler und netzte zum Ausgleich ein.

Elf Minuten nach Wiederanpfiff - bis dahin war nichts Nennenswertes geschehen - tauchte der [imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/778-7006_preview.jpeg Köpfte zum Siegtor für sein Team ein: Manuel Teixeira, Stürmer vom 1. FC Mülheim[/imgbox]Mülheimer Offensiv-Spezialist Manuel Teixeira plötzlich frei vor Sterkrade-Nord Schlussmann Andreas Koltermann auf, vergab jedoch freistehend. Dass er dennoch weiß wie man Tore erzielt, zeigte der 33-Jährige genau zehn Minuten später. Vollkommen ungedeckt köpfte der lang gewachsene Stürmer zum 2:1 für die Gäste ein. Die Partie war gedreht. Wer jetzt unter den Zuschauern glaubte, dass sich die Gastgeber noch einmal aufbäumen würden, sah sich getäuscht. So reagierte die Nord-Bank und brachte mit Ouldaly, van Bruck und Hoffmann frisches Blut für die Offensive.

Wobei zu erwähnen ist, dass der ausgewechselte Dziedzic, der eigentlich noch in der A-Jugend gespielt hat und dort für gewaltig Furore sorgte, durchaus starke Offensiv-Aktionen hatte während Kubczak, der für Hoffmann rausging, bis auf die Tor-Vorbereitung beim Freistoß nicht zu sehen war. Symptomatisch dafür war dann auch die Tatsache, dass Hoffmann (75.) und van Bruck (77.) die beiden einzigen Spieler waren, die bis dahin auf das Tor von Patrick Renning schossen. Einen Gang zu legten die Hausherren erst als sie in der recht langen Nachspielzeit von vier Minuten alles nach vorne warfen und endlich auch auf das Gehäuse der Gäste schossen, doch da war schon alles zu spät.

"Ob wir aufgrund einiger taktischen Umstellungen von unserer Seite in der Pause oder wegen dem starken Nachlassen unseres Gegners gewonnen haben, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist, dass ich mit der von meinem Team gezeigten Leistung sehr zufrieden sein kann und der Sieg vollkommen in Ordnung geht", freute sich der Mülheimer Coach Detlef Weides nach der Partie. Ähnlich sah es Teixeira, der mit seinem elften Saison-Treffer zum Mann des Spiels wurde: "Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir völlig verdient gewonnen. Der Erfolg hier war verdammt wichtig für uns."

"Wir wollten mit Herz und Feuer spielen", sagte ein enttäuschter Mattern nach dem Schlusspfiff, "und was wir im Endeffekt geboten haben, war bis auf die ersten 20 Minuten viel zu wenig. Wir geben dennoch nicht auf und werden [infobox-right]Die Aufstellung und Statistik
Spvgg Sterkrade-Nord: Koltermann - Straub, Rausch, Pach - Musiolik Fiedler, St. Sprafke (68. Ouldaly), Knorr - Pfeil - Dziedzic (61. van Bruck), Kubczak (73. Hoffmann)
1. FC Mülheim: Renning - Karakus, Mulaku, Cömez - Cansu (62. Hamami), Bdioni - Icöz, Yeniyapi - Saado (85. Pilgram) - Berisha (79. Hamami), Teixeira
Schiedsrichter: Manfred Lindemann (Velbert)
Tore: 1:0 Pfeil (13.), 1:1 Saado (35.), 1:2 Teixeira (66.)
Zuschauer: 158[/infobox]uns in den restlichen drei ausstehenden Partien hoffentlich besser präsentieren."

Nord-Schlussmann Andreas Koltermann grantelte nach dem Abpfiff: "Hätten wir gewonnen, wäre alles gut. Jetzt geht die Leier wieder von vorne los. Ich habe drei wirkliche Schüsse auf das Tor gekriegt und zwei gehen rein. Das wurmt mich schon." Angesprochen auf das zweite Gegentor kommentiert der 37-Jährige: "Ich wollte bei der Ecke erst rauskommen, habe mich
dann aber dagegen entschieden und muss zusehen, wie der Gegenspieler viel zu frei zum Kopfball kommt. Da konnte ich nichts machen." Das sah auch Mattern so: "Teixeira sollte von Oliver Straub gedeckt werden. Das hat ja meistens geklappt, nur in dieser Situation eben ganz und gar nicht."

Autor: Heiko Gaeb

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