Und hier die Einzelkritik der Fortunen nach der 1:3-Pleite in Lübeck.

Düsseldorf: Einzelkritik in Lübeck

Nur Lambertz enttäuschte nicht

mg
24. April 2008, 10:55 Uhr

Und hier die Einzelkritik der Fortunen nach der 1:3-Pleite in Lübeck.

Michael Melka (4): Sah beim 1:0 der Lübecker sehr unglücklich aus. Wenn er rauskommt, muss er den Ball fangen oder weit weg fausten. Parierte dafür einen sehenswerten Weitschuss von Claudius Weber (49.). An den beiden anderen Toren schuldlos – einmal geschickt überlupft, beim dritten allein gelassen.
Oliver Hampel (5): Versuchte hinten rechts kompromisslos zu spielen, was ihm zu selten gelang. Beinahe konnten die Lübecker gegen ihn ein "Kreisspiel" aufziehen, ohne dass er oder ein anderer Fortune an den Ball gekommen wäre.
Hamza Cakir (-): Saß plötzlich neben der Ersatzbank und hielt sich den rechten Knöchel. Hatte schon beim Abschlusstraining ausgesetzt, sich aber fit genug für einen Einsatz gefühlt. Robert Palikuca ersetzte den Innenverteidiger nach nur zwölf gespielten Minuten.
Jens Langeneke (4): In der ersten Hälfte noch die rühmliche Ausnahme im Abwehr-Hühnerhaufen. Mit zunehmendem Frust über das schwache Spiel aber auch fehleranfälliger. Wenn Tore so gegenwehrlos durch die Mitte fallen wie beim 1:2, dann tragen die Innenverteidiger eine Mitschuld.
Robert Palikuca (5): Kam unverhofft zu seiner Einsatzchance durch die Verletzung von Cakir. Konnte sie nicht wirklich nutzen. Sein Kopfballspiel war in Ordnung, ansonsten spielten die kleinen und flinken Lübecker Angreifer Lucas Oppermann und Claudius Weber dem Langen aber Knoten in die Beine.
Fabian Hergesell (4-): Auf der linken Seite der Abwehrreihe anfangs auch bemüht, nach vorne zu arbeiten. Aber das blieben nur kurze Zwischenspiele. Die Verunsicherung packte auch den 22-Jährigen recht schnell.
Ahmet Cebe (5): Auffällig nur dann, wenn es etwas mit dem Schiedsrichter zu diskutieren gab. Zumindest nach Meinung des heißspornigen Türken. Ein flach vorbeigehender Volleyschuss steht offensiv immerhin zu Buche (70.).
Markus Anfang (4-): Durfte den Platz für den Gelb-gesperrten Marco Christ im Mittelfeld einnehmen, konnte sich trotz sicht- und hörbaren Engagements kaum als Alternative empfehlen. Seine Kopfballkerze leitete das zweite Lübecker Tor ein. Offensiv mit einem Weitschuss einmal gefährlich, den Lübecks Torwart Tobias Rott über die Latte lenkte.
Andreas Lambertz (3): Einziger Fortune mit Normalform. Trotz Bänderdehnung im Knie. Erzielte sehr geschickt den zwischenzeitlichen Ausgleich, indem er Rott nach dem Pfostenknaller kühlen Kopfes ausspielte (24.). Alleine in einer Mannschaft ohne Einstellung und ähnlichem Kampfgeist aber machtlos.
Olivier Caillas (5): Kaum zu sehen auf der linken Mittelfeldseite. Verpulverte viel Energie in überflüssigen Diskussionen mit dem Schiedsrichter. Für feine Flanken von links war der Boden auch nicht geeignet.
Kenan Sahin (5): Die Rote Karte wegen des Ellenbogenschlages (86.) setzte der schlechten Leistung die Krone auf. Einzig mit dem Pfostenschuss vor dem Ausgleich war er vorher auffällig geworden. Wirkt wie ein Schatten seiner selbst.
Axel Lawarée (4-): Bemühen kann man ihm eigentlich nie absprechen. Aber das reichte in Lübeck selten bis nie zur Torgefahr, was eigentlich der Job eines Stürmers sein sollte.
Sebastian Heidinger (4-): Ersetzte den schwachen Olivier Caillas für die letzte halbe Stunde. Für den leichten und schnellen Mittelfeldspieler war der tiefe und holprige Boden aber nichts, hat er doch selbst oft Probleme mit der Ballmitnahme, wenn er mal startet.

Autor: mg

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