Was ich in den diversen Vfl-Fan-Foren teilweise lesen muss, kann ich nicht verstehen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass einige Leute nicht existieren können, ohne ständig zu meckern. Wie kann es denn sein, dass in der jetzigen Situation noch immer so genannte Fans hingehen und Kritik am Trainer üben, ihn teilweise sogar gefeuert sehen wollen?

Hier, wo das Herz noch zählt: Der VfL-Fanblog

Tribut an den Schweizer

23. April 2008, 19:04 Uhr

Was ich in den diversen Vfl-Fan-Foren teilweise lesen muss, kann ich nicht verstehen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass einige Leute nicht existieren können, ohne ständig zu meckern. Wie kann es denn sein, dass in der jetzigen Situation noch immer so genannte Fans hingehen und Kritik am Trainer üben, ihn teilweise sogar gefeuert sehen wollen?

Marcel Koller hatte es nie leicht in Bochum. Nach zeitweise erfolgreichem Stolper-Fussball in Liga zwei, der desolate Start in die letzte Saison. Keine Frage, ich habe damals an vorderster Front den Rausschmiss des Trainers gefordert. Aber jetzt? Es ist an der Zeit, unserem Schweizer Tribut zu zollen. Wer das nicht kann oder möchte, hat ihn wenigstens zu respektieren. Das in jedem Fan ein kleiner Trainer steckt, ist bekannt und auch gut so.

Dass ich, wie so viele Anhänger, so manchen Schachzug Kollers nicht begreife, ist auch klar. Der Mann hat ein Konzept, an dem er stur festhält. Spätestens die Zahlen geben ihm Recht. So lebt unser Coach ein gesundes Anspruchsdenken vor. Wenn ich mich umgucke, welche Ansprüche unsere (noch) großen Nachbarn haben, stelle ich immer wieder fest, wie sympathisch ehrlich der VfL doch ist. Die Einen spielen eine durchaus erfolgreiche Saison und schassen den Trainer. Die Anderen wollen in der Liga oben angreifen und können froh sein, dass sie schon so gut wie gerettet sind.

Einzig der Einzug ins Pokalfinale hält die Schwarz-Gelben über Wasser. Was nutzt es unserem Verein, wenn nach Uefa-Cup der Abstieg folgt? Nichts. Peter Neururer, dem einige noch immer nachweinen, hat in seinen zwei Spielzeiten im Oberhaus 91 Punkte geholt. Koller bisher 82, bei noch fünf Partien. Sollten es am Ende weniger sein als damals, so spielen wir auf jeden Fall im dritten Jahr in Folge in der Bundesliga… Danke Trainer, danke Mannschaft. Hier, wo das Herz noch zählt und nicht das große Geld, müssen halt kleinere Brötchen gebacken werden.

Bis dahin, Glück auf!

Michael Krumm

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