Spiel drei vor dem großen Pokalfinale. Für Thomas Doll Anlass genug, eine schwarz-gelbe Brustvergrößerung anzuvisieren, um dann mit dem erweiterten Umfang gegen die Bayern anzutreten.

BVB: Spiel drei vor dem großen Pokalfinale

„Es wird Zeit, dass wir uns wieder einmal belohnen“

Randol Kaminski
06. April 2008, 12:35 Uhr

Spiel drei vor dem großen Pokalfinale. Für Thomas Doll Anlass genug, eine schwarz-gelbe Brustvergrößerung anzuvisieren, um dann mit dem erweiterten Umfang gegen die Bayern anzutreten.

„Leverkusen ist ein Team aus der Spitzengruppe. Es wird Zeit, dass wir langsam einen Lauf bekommen. In erster Linie in der Bundesliga, aber auch im Hinblick auf das Endspiel. Schließlich wollen wir wieder wissen, wie sich so ein Sieg anfühlt.“ Verständlich, denn in der Meisterschaftsrunde warten die Borussen inzwischen seit fünf Begegnungen auf einen Erfolg.[box_rsprint]

Diese Tatsache ist für den BVB-Coach nicht unbedingt gerecht, da er in den letzten zwei Partien einen spielerischen Fortschritt bei seiner Mannschaft ausgemacht hat: „Abgesehen von der ersten Viertelstunde in Bochum haben wir guten Fußball abgeliefert und für den sollten wir uns auch belohnen.“ Vor allem nicht nur mit einem Punkt. „Viele haben nach dem Remis beim VfL gesagt, klasse, die haben sogar einen 0:2-Rückstand aufgeholt, aber wir wissen doch alle, dass uns diese Unentschieden nicht weiterhelfen.“

Zumal es bei dem Gegner im Moment nicht richtig rund läuft. Sebastian Kehl: „Wir sollten die Schwächeperiode der Leverkusener ausnutzen.“ Doll dagegen registriert den Bayer-Einbruch nur am Rande: „Wir müssen ohnehin nur auf uns schauen. Es ist egal, ob die Gäste derzeit eine gute oder schlechte Phase haben, wir wollen einen gute Phase.“ Trotzdem räumt er ein, am Donnerstagabend mit Erstaunen vor dem Fernseher das Match der Rheinländer gegen Zenit St. Petersburg verfolgt zu haben: „Ich war von dem Ergebnis schon überrascht.“

Das ging Bayer-Trainer Michael Skibbe natürlich nicht anders, er hat aber im Signal Iduna Park dennoch eine Trendwende im Visier: „Die Enttäuschung schlägt in Kampfgeist um. Ich bin überzeugt, dass wir heute in Dortmund eine Reaktion meiner Mannschaft sehen.“ Auf der Bayer-Homepage wird mit dem Hinweis auf die letzten guten Ergebnisse der Leverkusener gegen die Borussen ganz offen die Frage gestellt: „Der richtige Aufbaugegner?“ Auch Nationalspieler Simon Rolfes strahlt Zuversicht aus: „Wir müssen das Petersburg-Match schnell abhaken. In Dortmund müssen wir wieder als Mannschaft da sein und alle defensiv und offensiv zusammenarbeiten.“

Autor: Randol Kaminski

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