Mit der Umstrukturierung der Ligen kommt auf den Fußball in den unteren Klassen eine brutale Sache zu. Die Kluft zwischen Profi- und Amateurvereinen wird noch größer, die Auflagen beispielsweise für die Oberliga sind für den ein oder anderen kleinen Club einfach nicht stemmbar. Da ist man schnell dazu geneigt, zu sagen: Bei Reformen kriegen alles immer die Kleinen ab.

Interaktiv: Die Közle-Kolumne Teil 21

Drittes Sonntagsspiel: „Man muss umdenken“

04. April 2008, 16:43 Uhr

Mit der Umstrukturierung der Ligen kommt auf den Fußball in den unteren Klassen eine brutale Sache zu. Die Kluft zwischen Profi- und Amateurvereinen wird noch größer, die Auflagen beispielsweise für die Oberliga sind für den ein oder anderen kleinen Club einfach nicht stemmbar. Da ist man schnell dazu geneigt, zu sagen: Bei Reformen kriegen alles immer die Kleinen ab.

Für das dritte Sonntagsspiel in der Bundesliga sehe ich es doch ein wenig anders. Denn ich kann mir kaum vorstellen, dass der Amateurfußball dadurch hart getroffen wird. Natürlich werden den Gelsenkirchener Vereinen einige Zuschauer fehlen, wenn Schalke gleichzeitig die Arena mit über 60.000 Leuten füllt.

Aber auf der anderen Seite muss man umdenken: Es ist für den Kopf nahezu unmöglich, am Donnerstagabend im Ausland eine UEFA-Cup-Partie zu bestreiten und 48 Stunden später in der Bundesliga wieder auflaufen zu müssen. Körperlich ist es ohne Frage machbar, aber die Psyche ist nicht soweit aufnahmefähig, dass man sich schon wieder auf den neuen Gegner einstellen kann.

Bei Neuerungen gibt es immer Menschen, die darüber meckern, aber man wird erst in der Praxis sehen, ob der Amateurfußball darunter wirklich leidet.

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