Die DJK Katernberg 19 muss weiter auf den ersehnten Befreiungsschlag im Abstiegskampf warten. In einem schwachen Bezirksliga-Kick beim SC Steele 03/20 versäumte es die Truppe von Trainer Michael Posenau, ihre Feldüberlegenheit in Tore umzumünzen und musste die Heimreise zwar mit einem Punkt, aber auch einer gefühlten Niederlage im Gepäck antreten.

Bezirksliga 4: SC Steele 03/20 - DJK Katernberg 19 1:1 (Ortstermin)

"In der Liga passieren am Ende die kuriosesten Dinge"

Aaron Knopp
30. März 2008, 21:58 Uhr

Die DJK Katernberg 19 muss weiter auf den ersehnten Befreiungsschlag im Abstiegskampf warten. In einem schwachen Bezirksliga-Kick beim SC Steele 03/20 versäumte es die Truppe von Trainer Michael Posenau, ihre Feldüberlegenheit in Tore umzumünzen und musste die Heimreise zwar mit einem Punkt, aber auch einer gefühlten Niederlage im Gepäck antreten.

SC-Coach Frank Boeder brachte es auf den Punkt: "Katernberg hätte eigentlich gewinnen müssen." Und das nicht nur, weil der direkte Konkurrent RuWa Dellwig gegen den Vogelheimer SV einen 2:0-Sieg einfuhr, und die DJK gleichzeitig wieder auf einen Abstiegsplatz rutschte. Auch an den Spielanteilen gemessen, hätte es eigentlich nur einen Sieger geben dürfen. Doch die Gäste ließen das große Manko dieser Saison durchblicken: Die Chancenverwertung verdiente einmal mehr das Prädikat "ungenügend". Dabei standen die Chancen auf einen "Dreier" lange Zeit sehr gut.

Spätestens als Markus Kambach in der 27. Minuten nach einer Ecke den Führungstreffer per Kopfball die Führung markierte, mussten sich die rund 100 Zuschauer am Langmannskamp fragen, wie die Steelenser diesen Rückstand noch drehen wollten. Denn bis dahin brachte die Abteilung Attacke der Hausherren nur ideenloses Stückwerk zustande.

Doch wenn sonst nichts geht, muss eben Bruder Zufall ran: Eine gute Freistoßgelegenheit, die Ausführung missglückt völlig, doch die DJK-Abwehr kann nicht weit genug klären. Der Ball kommt irgendwie vor die Füße von Christoph Hellbusch - und der hält aus der zweiten Reihe einfach mal drauf. Zum allem Überfluss fälscht ein Abwehrbein den Schuss noch leicht ab, so dass die Kugel quasi mit dem Pausenpfiff zum überaus glücklichen Ausgleich einschlägt. Die wohl entscheidende Szene des Spiels.

Denn auch im zweiten Abschnitt änderte sich wenig an der Szenerie. Katernberg rannte an, schnürte den SC stellenweise sogar in der eigenen Hälfte ein, vergab aber in aussichtsreicher Position jeweils kläglich: Erkan Yamac (60.) traf nur den Pfosten und Cem Bicakcioglu (87.) köpfte aus drei Metern freistehend auf den Keeper. Vom SC Steele war weiterhin wenig bis gar nichts zu sehen. Aber immerhin, ein Treffer stand ja bereits Auf der Habenseite.

Auch wenn die Gastgeber kurz vor dem Schlusspfiff noch eine Riesen-Gelegenheit ausließen, war SC-Coach Boeder mit dem Resultat zufrieden: "Wenn man den Spielverlauf sieht und bedenkt, dass wir mit gerade mal zwölf Feldspielern angetreten sind, kann ich damit gut leben, auch wenn ich mir vorher mehr gewünscht hätte."

Denn obwohl die Tabelle seiner Truppe bereits sieben Punkte Distanz zu den Abstiegsrängen bescheinigt, ist das Thema Klassenerhalt für den Trainer noch nicht erledigt: "Ich denke, wir brauchen dieses Jahr 35 Punkte, dann sind wir durch. Vorher will ich mich da nicht festlegen, denn in der Liga passieren manchmal am Ende oft die kuriosesten Dinge."

Autor: Aaron Knopp

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