Kevin Kuranyi hat den VfB Stuttgart in Athen fast im Alleingang zum 3:1-Sieg geführt. Eine Hereingabe des Nationalspielers brachte Fissas im eigenen Tor unter, ehe der Stürmer selbst traf und einen Treffer vorbereitete.

Kuranyi führt VfB zum Sieg

ck
05. November 2003, 09:36 Uhr

Kevin Kuranyi hat den VfB Stuttgart in Athen fast im Alleingang zum 3:1-Sieg geführt. Eine Hereingabe des Nationalspielers brachte Fissas im eigenen Tor unter, ehe der Stürmer selbst traf und einen Treffer vorbereitete.

Bundesliga-Spitzenreiter VfB Stuttgart bleibt in der Champions League weiter auf Achtelfinalkurs. Die Schwaben gewannen beim 19-maligen griechischen Meister Panathinaikos Athen mit 3:1 (0:0) und liegen in der Gruppe E mit neun Punkten hinter Spitzenreiter Manchester United auf Platz zwei. Durch den dritten Sieg im vierten Spiel der "Königsklasse" hat der VfB auf jeden Fall schon weitere Auftritte auf internationalem Parkett sicher, denn das Team von Trainer Felix Magath dürfte selbst im Falle von zwei Niederlagen in den letzten beiden Partien als Tabellendritter im UEFA-Cup weiterspielen.

Vor 6018 Zuschauern im Apostolos-Nikolaidis-Stadion schossen die beiden Nationalspieler Kevin Kuranyi (75.), der seinen dritten Treffer in der "Königsklasse" erzielte, und Andreas Hinkel (77.) mit einem Doppelschlag den VfB zum Sieg. Damit stellten die Stuttgarter in der Olympiastadt von 2004 die Weichen für einen weiteren Zahltag. Der Einzug in die Runde der letzten 16 würde dem deutschen Vize-Meister mehr als 1,7 Millionen Euro in die leere Kasse spülen.

Griechen gingen in Führung

Michalis Konstantinou hatte die Griechen in der 60. Minute mit einem Fernschuss in Führung gebracht, für den Ausgleich sorgte Panadiotis Fissas in der 68. Minute per Eigentor nach einer Flanke von Nationalstürmer Kuranyi. In der ersten Halbzeit schnürten die ohne den früheren Bundesliga-Profi Markus Münch angetretenen Gastgeber den VfB fast nur in der eigenen Hälfte ein und kamen auch zu einer ganzen Reihe Chancen. Bei den Schwaben machte sich das Fehlen des Brasilianers Marcelo Bordon (Leistenoperation) in der Abwehr deutlich bemerkbar.

Dazu hatte Magath seine beiden Mittelfeldsppieler Aliaksandr Hleb und Horst Heldt zunächst auf der Bank gelassen. "Wir haben noch schwere Spieler in der Bundesliga, deshalb habe ich die beiden geschont", erklärte der Coach. Ohne die beiden Kreativspieler, für die Ioannis Amanatidis und Christian Tiffert ins Team rückten, fehlte den Schwaben eine ordnende Hand im Mittelfeld. Auch über die Außenpositionen brachten die Gäste zu wenig.

VfB schlug eiskalt zu

Dennoch hatten die in der Bundesliga seit über fünf Monaten ungeschlagenen Stuttgarter die erste nennenswerte Chance, doch der bislang in der Champions League zweimal erfolgreiche Ungar Imre Szabics schoss nach einer Flanke von Tiffert knapp über das Panathinaikos-Tor (15.). Danach übernahmen aber die Griechen, die zunächst deutlich besser spielten als beim 0:2 in Stuttgart, auf dem durch Regen aufgeweichten Boden das Kommando. Dimitrois Papadopoulos (10.) und Angelos Basinas (17.) scheiterten an VfB-Keeper Timo Hildebrand, Konstantinou (22.) und vier Minuten später Sivio Maric verfehlten das Stuttgarter Gehäuse nur knapp. Kurz vor der Pause vergaben erneut Szabics und Kuranyi die mögliche Führung für den VfB.

In der Pause korrigierte Magath seine Personalentscheidung und brachte Hleb und Heldt, die dem Stuttgarter Spiel neue Impulse verliehen. Den Panathinaikos-Führungstreffer steckten die Schwaben problemlos weg, den Ausgleich durch das Eigentor hatten Hleb und Kuranyi durch eine gute Vorarbeit fast erzwungen. Danach schlugen die "jungen Wilden" wie schon am vorigen Samstag gegen den SC Freiburg eiskalt zu.

Autor: ck

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