Und so schnell ist der Vorteil wieder passé! Penalty-Schießen scheint den Moskitos in dieser Play-off-Serie einfach nicht zu liegen, vor heimischem Publikum verloren die Essener gegen Heilbronn erneut im Shootout, diesmal mit 4:5. Dabei hatte der ESC zahlreiche Möglichkeiten, frühzeitig den Sack zuzumachen und in der Viertelfinal-Serie auf 3:1 davonzuziehen.

Eishockey: Moskitos Essen - Heilbronner Falken 4:5 n.P.

Vorteil verpufft, Heilbronn zieht gleich

Aaron Knopp
27. März 2008, 01:03 Uhr

Und so schnell ist der Vorteil wieder passé! Penalty-Schießen scheint den Moskitos in dieser Play-off-Serie einfach nicht zu liegen, vor heimischem Publikum verloren die Essener gegen Heilbronn erneut im Shootout, diesmal mit 4:5. Dabei hatte der ESC zahlreiche Möglichkeiten, frühzeitig den Sack zuzumachen und in der Viertelfinal-Serie auf 3:1 davonzuziehen.

Vor der Partie wurden zunächst noch einmal genüsslich die Tore der schier unglaublichen Ostermontags-Partie auf Großbildleinwand gezeigt, die Gäste-Fans mussten sich entsprechend verhöhnen lassen. Und auch auf dem Eis ging es gleich hoch her. Nach nur 46 Sekunden kam es bereits zur ersten handfesten Auseinandersetzung - ESC-Kapitän Lars Müller und Patrick Baum mussten für jeweils vierzehn Minuten auf die Strafbank. Doch die "Mücken" kamen auch ohne ihren "Captain" ganz gut zurecht. Zunächst Dean Beuker mit dem 1:0 (2.), dann Matt Hubbauer mit dem zweiten Streich (5.) schienen die Hausherren frühzeitig in Richtung Siegerstraße zu lotsen.

Doch wenn man eins aus den bisherigen Viertelfinal-Begegnungen lernen konnte, dann, dass man sich nie zu sicher sein sollte. Und so folgte auch hier die Antwort auf dem Fuße. Doch trotz des Anschlusstreffers durch Philipp Schlager (7.) ließ sich der ESC nicht aus dem Konzept bringen. Warum auch, denn im ersten Drittel schien bei den Moskitos einfach alles zu klappen, dachte sich scheinbar auch Hubbauer und vollstreckte erneut, zum 3:1 - in Unterzahl (8.)! Doch die Freude währte wieder nur eine gute Minute - schon waren die Gäste bereits wieder dran (Derek Edwardson 9.).

Gleich zu Beginn des zweiten Drittels lag ein weiterer Moskitos-Treffer bereits fast greifbar in der Luft: Schlager hatte auf Seiten des Aufsteigers fünf Strafminuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe aufgebrummt bekommen. Doch trotz Überzahl versäumte es die Mannschaft von Trainer Jari Pasanen, für die Vorentscheidung zu sorgen. Zu oft versuchten die Gastgeber, alles spielerisch zu lösen. Der unbedingte Wille fehlte, der Zug zum Tor. Da sich auch Heilbronn eine Auszeit nahm, blieb das mittlere Drittel folgerichtig torlos.

Im Schlussabschnitt zogen beide Teams das Tempo dann wieder etwas an. Zunächst glich Christopher Fischer für die Mannschaft von Trainer Rico Rossi aus (46.), dann schoss Müller die "Mücken" mit Gewalt von der blauen Linie wieder in Front (49.). Doch einen hatten die Falken noch auf Lager: Chris Straube egalisierte den Spielstand erneut (52.).

Da die Cracks beider Vereine diesmal auf einen Endspurt verzichteten, blieb es beim 4:4 und es ging ins Penalty-Schießen. Dort trafen zwar Robin Sochan und Dean Beuker, die Quote zwei aus acht reichte aber schlussendlich nicht, da TJ Cage den dritten Gäste-Penalty versenkte und erleichterte Jubelstürme bei den Falken auslöste.

Heilbronn glich damit nicht nur in der Serie zum 2:2 aus, auch der psychologische Vorteil der Aufholjagd vom Ostermontag ist wirkungslos verpufft. Da sich zudem die Adler Mannheim vorzeitig aus den DEL-Play-offs verabschiedet hat, können sich die Falken darüber hinaus auf Verstärkung aus der Eliteliga freuen. Zumindest im Tor wird wohl Danny aus den Birken Christian Rohde ersetzen. Die Halbfinal-Chancen der Moskitos dürften damit nicht unbedingt steigen.

Autor: Aaron Knopp

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