Der FSV Duisburg hat am frühen Nachmittag sein Heimspiel gegen den abstiegsgefährdeten TB Oberhausen gewonnen. An der Warbruckstraße im Duisburger Stadtteil Hamborn siegten die Blau-Roten durch einen Treffer von Turgay Acar mit 1:0 (48.).

Bezirksliga 8 NR: FSV Duisburg- TB Oberhausen 1:0 (0:0) (Ortstermin)

Anruf zum richtigen Zeitpunkt

Moritz Rieckhoff
24. März 2008, 19:03 Uhr

Der FSV Duisburg hat am frühen Nachmittag sein Heimspiel gegen den abstiegsgefährdeten TB Oberhausen gewonnen. An der Warbruckstraße im Duisburger Stadtteil Hamborn siegten die Blau-Roten durch einen Treffer von Turgay Acar mit 1:0 (48.).

Nach zwei Niederlagen zum Beginn der Rückserie feierte die von Ilyas Basol trainiert Elf den dritten zu „Null-Sieg“ in Folge und steht in der Tabelle mit nunmehr 33 Zählern auf Rang drei. Die Gäste müssen sich indes weiter nach unten orientieren. Platz 13, nur einen Punkt weg vom ersten Abstiegsplatz, lassen den Turnerbund weiterhin vor dem Abstiegsgespenst zittern.

Es lief bereits die zweite Halbzeit, als Yasin Feyizoclu, Abteilungsleiter beim FSV Duisburg, durch einen Telefonanruf aus der Ruhe gebracht wurde. Das bislang auf dem Spielfeld Geschehene hatte den Funktionär und die rund 70 Zuschauer die sich trotz österlichem „Schmuddelwetter“ auf der Platzanlage der Hausherren eingefunden hatten, nicht erwärmen können. „Es steht 0:0“, beantwortete Feyizoglu gerade die offensichtliche Frage nach dem Spielstand, als die Aussage des Offiziellen auch schon keine Gültigkeit mehr besaß. 48 Minuten Kälte auf und neben dem roten Ascheplatz waren vorbei, als FSV Akteur Acar mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze den klaren Favoriten in Führung brachte.[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/006/941-7240_preview.jpeg Nur selten waren die Kicker aus Oberhausen schneller am Ball als der Gegner.[/imgbox]

Zuvor hatten die Hausherren eine ganze Halbzeit lang nicht richtig ins Spiel gefunden. Der unter den anwesenden Zuschauern als dritter Absteiger gehandelte Turnerbund spielte gut mit und attackierte den Gegner schon in dessen Hälfte. Ein vernünftiger Spielaufbau war in einer kampfbetonten ersten Hälfte beiden Teams nicht vergönnt, Torchancen deshalb Mangelware. Dementsprechend zufrieden war TBO-Coach Oliver Stolp zur Pause: „Wir stören früh und lassen wenig zu“, beschrieb der Gäste-Coach das Spiel der eigenen Mannschaft treffend und hoffte: „Wenn die Kraft reicht, dann können wir hier etwas mitnehmen.“ Doch kurze Zeit später klingelte auf der gegenüberliegenden Seite der Trainerbänke ein Handy. Der Rest ist bereits erzählt.

Vorbei war es nun mit der Hoffnung der Gäste-Kicker. Die Platzherren nutzen nun die sich ihnen bietenden Räume gut aus und erspielten sich vor allem im Mittelfeld eine klare Überlegenheit. Lediglich der krönende Abschluss wollte keinem der Akteure mehr gelingen. Am nächsten kam FSV-Goalgetter Coskun Erbay einem weiteren Treffer. Doch der Stürmer der Duisburger traf in der 87. Spielminute nach feiner Einzelleistung lediglich das Gebälk des gegnerischen Tores. Der Turnerbund zeigte auch im zweiten Abschnitt kämpferisch eine gute Leistung, im Spiel nach vorne blieb die Elf um Kapitän Christian Rondo-Perez aber wieder einmal blass. Gute Ansätze waren auch diesmal da, mehr jedoch nicht. Und so blieb der Zettel mit den klaren TBO-Torchancen leer.[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/003/793-3836_preview.jpeg Erlebte mit seiner Elf die nächste Pleite: Oliver Stolp[/imgbox]

Übungsleiter Stolp konnte der Leistung seiner Elf im Anschluss an die Partie aber dennoch etwas Positives abgewinnen: „Ich habe mich tatsächlich gewundert, wie fit einige meiner Jungs waren“, zollte Stolp der konditionellen Verfassung seiner Athleten Respekt und schob den Grund für die Verwunderung gleich nach: „Einige habe ich seit vier Wochen nicht mehr beim Training gesehen.“ Die schlechte Personalsituation macht ein Auflaufen selten trainierender Akteure scheinbar dennoch möglich. Der TB-Coach kommentierte diesen leidigen Fakt so: „Das ist mittlerweile alles ganz schön bitter hier.“ Optimismus und Spaß an der Arbeit hören sich anders an.

Ganz anders war die Gemütslage dagegen beim Sieger. Basol: „Das waren drei ganz wichtige Zähler“, befand der Chef an der Linie, merkte jedoch kritisch an: „Vor dem Tor müssen wir noch kaltschnäuziger agieren, dann gewinnen wir solche Spiele auch deutlicher.“

Autor: Moritz Rieckhoff

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