Zur Champions-League-Heimpremiere erwartet der VfB Stuttgart am heutigen Mittwoch (20.45 Uhr) Manchester United. Der reichste Klub der Welt beschert dem VfB im mit 50.348 ausverkauften Daimler-Stadion volle Kassen.

VfB ist heiß auf Champions-League-Heimpremiere

tw
01. Oktober 2003, 22:35 Uhr

Zur Champions-League-Heimpremiere erwartet der VfB Stuttgart am heutigen Mittwoch (20.45 Uhr) Manchester United. Der reichste Klub der Welt beschert dem VfB im mit 50.348 ausverkauften Daimler-Stadion volle Kassen.

Darauf hat das Schwabenland lange gewartet: Zum ersten Heimspiel in der Champions League empfängt der VfB Stuttgart am heutigen Mittwochabend (20.45 Uhr) ausgerechnet Englands Vorzeigeteam Manchester United. Das reichste Team der Welt beschert den sparsamen Schwaben dank eines mit 50.348 Zuschauern ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadions volle Kassen.

So macht VfB-Präsident Erwin Staudt die Bedeutung des "ManU"-Gastspiels für seinen Verein und die ganze Region deutlich: "Am Mittwoch ist im Schwabenland Feiertag. Für uns ist es eine Ehre, in der Champions League zu spielen. Der finanzielle Erfolg hält uns viele Probleme vom Leib. Dadurch werden uns Brücken gebaut, die wir sonst nicht hätten."

Feiertag im Schwabenland

Finanziell hat der VfB schon gewonnen, doch auch sportlich hofft der Verein gegen den Favoriten auf eine Überraschung: "Solche Spiele wie gegen Manchester sind absolute Highlights. Bei uns wird sich jeder zerreißen, denn wir wollen unbedingt die drei Punkte," erklärte Nationalstürmer Kevin Kuranyi vor dem Spiel. Nach dem sensationellen Saisonstart in der Bundesliga glaubt Trainer Felix Magath auf eine Fortsetzung der Erfolgsserie in der Königsklasse: "Im Moment lasse ich die Euphorie einfach laufen. Und zwar bis zum Sieg gegen Manchester, danach trete ich dann auf die Bremse", sagte der Coach nach dem 3:0-Sieg beim TSV 1860 München am Samstag.

Die 1:2-Auftaktpleite in der Champions League bei den Glasgow Rangers ist dabei für die Schwaben längst abgehakt, der Blick richtet sich nach vorn: "Für eine Aufgabe wie gegen Manchester kann die Euphorie nicht groß genug sein. Die Spieler werden den Gegner sicher nicht unterschätzen und brauchen ohnehin großes Selbstbewusstsein", erklärte Ex-Nationalspieler Magath, der bereits 1983 als Spieler des Hamburger SV nach seinem 1:0-Siegtreffer gegen Juventus Turin den Europapokal der Landesmeister in den Händen hielt.

"ManU" vor Pflichtaufgabe

Auf Seiten des englischen Meisters herrscht dagegen vor der Reise nach Stuttgart "business as usual". Mit dem 5:0 gegen Panathinaikos Athen ist das Team standesgemäß in die Champions League gestartet, alles andere als ein weiterer Erfolg wäre für die verwöhnten "ManU"-Fans eine Enttäuschung. Mit Nationalspieler Paul Scholes kann Trainer Alex Ferguson darüberhinaus in Stuttgart wieder auf einen seiner wichtigsten Spieler zurückgreifen: "Er ist unheimlich torgefährlich. Ich bin froh, ihn wieder bringen zu können", sagte Ferguson. Mit Ole-Gunnar Solskjaer, der nach einer Knie-OP auf Eis liegt, muss der 15-fache englische Meister am heutigen Abend nur auf einen Spieler verzichten.

Autor: tw

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