Ein Oster-Wunder geschah vor vielen Jahren. Ein etwas kleineres am gestrigen Samstag.

RWO: Neue Note für Schlieter

Spitze in Magdeburg verteidigt

cb
23. März 2008, 11:55 Uhr

Ein Oster-Wunder geschah vor vielen Jahren. Ein etwas kleineres am gestrigen Samstag.

Denn da stand niemand von den Toten auf, da packte es RWO "nur", den Platz an der Sonne zu verteidigen. Und das bei den so heimstarken Magdeburgern, am Ende reichte ein 0:0 um die Spitze zu verteidigen. Was Düsseldorf, Bremen II, U. Berlin oder Wuppertal nicht gelang, packte die Truppe von Coach Hans-Günter Bruns.

Und der zeigte sich nach dem Abpfiff auch absolut einverstanden mit dem Auftritt seiner Elf: "Es waren sogar drei Zähler drin, denn wir hatten die klar besseren Torchancen. Magdeburg haben wir keine glasklare Möglichkeit zugestanden. Das war wieder aller Ehren wert, was meine Jungs da hingezaubert haben. Ich denke, wir sind weiter der verdiente Tabellenführer." Die Krönung blieb aus, weil Julian Lüttmann und Mike Terranova sich zwar Gelegenheiten erarbeiteten, der Knipserangriff aber diesmal ohne Treffer blieb. Dennoch fuhr man erneut mit einem guten Gefühl nach einem Match gegen ein Ostteam nach Hause. Bruns: "Ich wusste das vorher gar nicht. Aber wir haben noch gegen kein Team aus dem Osten verloren. Ich hoffe, das bleibt so." Gute Vorzeichen für den Kick gegen Erfurt, bis dahin stehen aber noch andere Aufgaben an.

Zurück zum Auftritt beim FCM. Bruns: "Drei oder vier klare Dinger waren da. Aber man muss auch mit dem Remis zufrieden sein. Es war ein klasse Match mit einem enormen Tempo. Das sieht man so auch nicht jede Woche in dieser Liga. Und Magdeburg hatte ein paar Feldvorteile und den Willen, das Spiel auch zu gewinnen. Daher haben sie sich den Teilerfolg auch verdient."

Lob vom Ex-Profi für den Gegner. Und auch der Trainer der Hausherren, Paul Linz, sprach mit Anerkennung von Oberhausen. "Das war die beste Elf, die wir hier hatten. Es ging immerhin gegen den Tabellenführer, daher kann ich mit dem Resultat leben. Speziell vor der Pause konnten wir froh sein, nicht schon hinten zu liegen." Man sieht immer wieder, der Respekt vor der Kleeblatt-Truppe weitet sich aus, vor allem die Deckung zeigte wieder, wie man den Gegner, diesmal mit der Vierer-Variante, an die "Kette" legt.

Bruns bestätigte: "Es hat sich gezeigt, das war die richtige Entscheidung. Die Außen Neumann und Müller wurden kontrolliert. Braham und Baumgart haben quasi nicht mitgespielt." Ein Verdient von Thomas Schlieter und Benny Reichert. Der Coach schwärmt: "Unfassbar. Für Tommy müsste es eigentlich die Note 0,2 geben. Auch Benny kam daneben immer besser rein. In der Innenverteidigung waren wir bärenstark. Aber auch nur, weil erneut ein Rädchen in das andere Griff. Die Taktik wurden super umgesetzt, nachdem wir den ersten Ansturm der Gastgeber abwehren konnten."

Ein Bild, das in der kommenden Woche andersherum gemalt werden soll. Dann stellt sich Lübeck in Oberhausen vor. Dort gehen die Drittligalichter nach der Spielzeit aus. Man läuft zwar noch auf, aber wirkliche Gegenwehr gibt es nicht mehr in der jeder Partie. Und auch Bruns blickt schon voraus: "Wir haben jetzt 45 Punkte. Und ohne jede Überheblichkeit kann man sagen, das müssen wir gewinnen. Dann hätten wir 48 Zähler und kommen langsam in die Gefilde, in die wir auch hineinwollen."

Autor: cb

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