Die Pre Play-offs sind den DEG Metro Stars nur noch theoretisch zu nehmen, jetzt ist sogar die direkte Teilnahme an der Meisterrunde rechnerisch möglich. Erstmals in dieser Spielzeit gewannen die Düsseldorfer fünf Begegnungen in Folge, holten acht Siege aus den letzten neun Spielen – die DEG ist die Mannschaft der Stunde.

DEG Metro Stars: Milde Strafe für Ratchuk

Milde Strafe für Ratchuk

Georg Amend
28. Februar 2008, 15:29 Uhr

Die Pre Play-offs sind den DEG Metro Stars nur noch theoretisch zu nehmen, jetzt ist sogar die direkte Teilnahme an der Meisterrunde rechnerisch möglich. Erstmals in dieser Spielzeit gewannen die Düsseldorfer fünf Begegnungen in Folge, holten acht Siege aus den letzten neun Spielen – die DEG ist die Mannschaft der Stunde.

[box_rsprint]Ein Grund dafür ist die Defensive, die in den vergangenen zwei Matches nur zwei Gegentore kassiert hat. Sie wird weiter von Youngster Korbinian Holzer zusammen gehalten, Marko Nowak fällt noch verletzt aus, Routinier Peter Ratchuk ist gesperrt.

Nach seiner Matchstrafe gegen Hannover, die er für einen Check von hinten bekam, ließ ihn der Disziplinarausschuss der DEL aber glimpflich davon kommen: Ratchuk wird für zwei Spiele gesperrt und muss eine Strafe von 600 Euro zahlen. Zum Vergleich: Der Kölner Marcel Müller, der ebenfalls eine Matchstrafe erhalten hatte, muss 1.200 Euro entrichten und vier Partien aussetzen.

Für Ratchuk steht aber Nationalverteidiger Robert Dietrich vor einem Comeback – seinem zweiten der Saison. Der 21-Jährige hatte sich gleich in seinem zweiten Spiel ohne Einwirkung des Gegners den Fuß gebrochen, war nach zweieinhalb Monaten zu früh wieder auf das Eis gekommen und zog sich nur vier Spiele später einen weiteren Bruch im Fuß zu.

Diesmal schonte Nethery seinen deutschen Top-Verteidiger drei Wochen länger, ließ ihn mehrfach Eistraining bestreiten, ohne dass er hart in die Zweikämpfe gehen durfte, damit der Pechvogel der Saison wirklich fit werden konnte. Dietrichs Statistik liest sich übrigens wie die eines guten Stürmers: In jedem dritten Match war er an einem Tor beteiligt, hat eine Schuss-Effizienz von 16,7 Prozent, was den besten Wert der Mannschaft bedeutet.

Selbst Top-Scorer Rob Collins weist hier nur 15,5 Prozent auf. Diese Zahlen relativieren sich aber schnell: Dietrich gab in den sechs Partien, die er bestreiten konnte, jeweils einen Schuss ab – davon saß zum Saisonauftakt gleich einer gegen Mannheim. Zudem legte er zu einem Tor vor. Collins durfte in 51 Spielen ran, kam auf 18 Treffer und 36 Beihilfen.

Dennoch: Wenn Dietrich seine Quote halten will, müsste er eigentlich am Sonntag gegen Ingolstadt einmal aufs Tor schießen – und vielleicht zappelt der Puck ja wieder im Netz – das wäre für seine Schuss-Statistik ebenso gut, wie für die DEG Metro Stars, die so mit dem direkten Konkurrenten die Plätze tauschen und auf Rang sieben klettern würden.

Autor: Georg Amend

Kommentieren