Tim Lobinger und Danny Ecker haben bei der Hallen-DM der Leichtathleten im Glaspalast von Sindelfingen ihre Medaillen-Ambitionen für die Hallen-WM in Valencia (7. bis 9. März) unterstrichen. Das Stabhochsprung-Duo aus München und Leverkusen sicherte sich bei den ansonsten stimmungsarmen Titelkämpfen (6000 Zuschauer) mit 5,80m Gold und Silber.

Hallen-DM: Lobinger und Ecker zeigen in Sindelfingen WM-Form

"Ich bin riesig zufrieden"

sid
24. Februar 2008, 16:20 Uhr

Tim Lobinger und Danny Ecker haben bei der Hallen-DM der Leichtathleten im Glaspalast von Sindelfingen ihre Medaillen-Ambitionen für die Hallen-WM in Valencia (7. bis 9. März) unterstrichen. Das Stabhochsprung-Duo aus München und Leverkusen sicherte sich bei den ansonsten stimmungsarmen Titelkämpfen (6000 Zuschauer) mit 5,80m Gold und Silber.

Dort hatten die beiden vor zehn Jahren bei der Hallen-EM Gold und Bronze gewonnen. Auch diesmal gibt es gute Aussichten, denn als Weltranglisten-Erster sprang der Russe Jewgeni Lukjanenko 2008 nur fünf Zentimeter höher als Ecker und vier als Lobinger bei seinem besten Wettkampf (5,81). "Ich gehe nur noch von einem WM-Team von 15 plus wenig X aus", sagte Cheftrainer Jürgen Mallow, der die Namensliste am Dienstag bekanntgeben will: "Für uns zählt in diesem Jahr nur Olympia."

Deshalb hatten andere Top-Athleten wie Kugel-Europameister Ralf Bartels (Neubrandenburg) zugunsten der Olympiavorbereitung auf Hallenstarts verzichtet, einige machen auch nach Sindelfingen Schluss. Zudem müssen die starken deutschen Werfer in der Wintersaison draußen bleiben.

Zu den Verweigerern der Spanien-Reise zählt auch der Kornwestheimer 60-m-Sieger Tobias Unger (6,62 Sekunden), der am Sonntag in 21,19 eine 200-m-Pleite gegen Stefan Kuhlee (Frankfurt/21,00) und Alexander Kosenkow (Wattenscheid/21,15) kassierte. Vor drei Jahren war er noch in Madrid mit deutschem Rekord (20,53) Hallen-Europameister geworden.

Außerdem fährt auch der Hochsprung-WM-Siebte Eike Onnen (Hannover/2,28) nicht mit. Unentschlossen ist noch Vize-Europameister Thomas Blaschek (Leipzig) nach seinem Sieg über 60-m-Hürden in 7,68. Es könnte das kleinste deutsche Hallen-WM-Team seit 2003 in Birmingham werden (elf Starter).

Auf den WM-Zug sprangen bei den 29 Entscheidungen im Glaspalast noch 60-m-Siegerin Verena Sailer (Fürth/7,23) und der 60-m-Zweite Marius Broening (Tübingen) durch seine 6,60 im Zwischenlauf auf.

"Ich bin riesig zufrieden", meinte Lobinger, für den es der sechste Hallen-DM-Titel seiner Karriere und insgesamt das 14. Gold war. So viele Titel hat nun auch schon Dreisprung-Ex-Weltmeister Charles Friedek (Leverkusen), der mit 16,44m aber deutlich hinter früheren Leistungen zurückblieb. Ex-400-m-Europameister Ingo Schultz (Leverkusen) gewann in 47,29 Sekunden sein zweites Hallen-DM-Gold nach 2000.

Überzeugend waren die Auftritte der Youngster Denise Hinrichs (Wattenscheid/20 Jahre) als Kugelsiegerin mit 18,81m und Melanie Bauschke (Berlin/19 Jahre) als Weitsprung-Erste mit 6,49. Auch Stabhochspringerin Julia Hütter (Bruchköbel) mit 4,60 und drei vergeblichen Versuchen am deutschen Rekord von 4,71 gefiel.

Das siebte 3000-m-Gold in Folge erlief 10.000-m-Europameister Jan Fitschen (Wattenscheid/7:54,43 Minuten). Eine Jahres-Weltbestleistung stellte die 20-km-Olympia-Fünfte Melanie Seeger in 12:12,57 Minuten auf den selten angebotenen 3000m der Geherinnen auf.

Autor: sid

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