Auf diese Chance hat er vier Jahre gewartet und plötzlich ging alles ganz schnell. Am Dienstag-Mittag klingelte das Handy von Pascal Kurz. Als der Erkenschwicker Keeper, der gerade einkaufen war, dran ging, meldete sich Dortmund II-Coach Theo Schneider.

Erkenschwick: Kurzfristige BVB-Einladung für Kurz

"Ich habe alles gegeben"

tr
24. Januar 2008, 10:55 Uhr

Auf diese Chance hat er vier Jahre gewartet und plötzlich ging alles ganz schnell. Am Dienstag-Mittag klingelte das Handy von Pascal Kurz. Als der Erkenschwicker Keeper, der gerade einkaufen war, dran ging, meldete sich Dortmund II-Coach Theo Schneider. "Drei Stunden später stand ich schon zwischen den Pfosten", lacht Kurz. Und zwar beim Testspiel des BVB gegen Preußen Münster (1:1).

Im Trikot der Borussia machte der 24-Jährige einen souveränen Eindruck und erntete von allen Seiten Lob. "Pascal hat einen ordentlichen Eindruck hinterlassen", bestätigt Schneider. Die Infos, die er über seinen ehemaligen BVB-Teamkollegen und jetzigen Trainer des Verbandsligisten Radevormwald, Lothar Huber, sowie Erkenschwicks Linienchef Manfred Wölpper bekommen hat, sieht Schneider bestätigt: "Pascal ist ein sehr guter Oberliga-Torwart und wäre für uns dann eine Überlegung, wenn bei den Profis die Verpflichtung von Achim Hollerieth oder Alex Bade nicht klappen und somit Marcel Höttecke zur Ersten hochrücken müsste."

Übersetzt: Nach der Absage von National-Torhüter Jens Lehmann drückt den 09ern auf der Linie der Schuh. Klappt der Wechsel des Paderborners Bade (siehe auch Berichte Seite 7 und 22) oder entscheiden sich die Verantwortlichen für den ehemalige St. Pauli-Schnapper Hollerieth wäre die Tür für Kurz vorerst zu, da Höttecke dann den Regionalliga-Kasten sauber halten würde.
Dennoch ist Kurz von seinem Trip in die Profi-Welt begeistert.

"Ich habe mich sehr gefreut und ganz gut gehalten. Ich habe die Vorstellungen wohl erfüllt." Doch bis Ende der Woche muss sich der ehemalige Sprockhöveler noch gedulden, dann soll in Dortmund die Entscheidung fallen. "Ich muss jetzt auch nicht mehr zum Probetraining kommen, denn sie haben alles gesehen", geht Kurz davon aus, einen guten Eindruck hinterlassen zu haben. Und selbst wenn eine Verpflichtung (noch) nicht klappen sollte, ist es für den Ex-Essener Rot-Weissen kein Beinbruch: "Ich will nicht unbedingt aus Erkenschwick weg, aber wenn der BVB anklopft ist das etwas schönes. Geht es nicht, muss ich eben mit der Spielvereinigung aufsteigen."

Dass sich Bade und Hollerieth bereits einen Namen gemacht haben und sich oben auskennen, spielt in den Überlegungen Kurz' keine Rolle und er zeigt sich bescheiden: "Ich weiß nicht, ob sie dadurch bessere Karten haben. Ich genieße einfach die Situation und werde in aller Ruhe abwarten." Fest steht, dass ihm Erkenschwick gegen eine Ablösesumme oder ein Freundschaftsspiel gegen die Profis keine Steine in den Weg legen wird. Kurz: "Ich habe alles gegeben und lasse nun alles in Ruhe auf mich zukommen."

Autor: tr

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