Am dritten Turniertag der Senioren stand am gestrigen Nachmittag die Zwischenphase auf dem Programm. Und so langsam lichtet sich das Feld bei der 22. Duisburger Stadtmeisterschaft.

Update! Duisburg: 22. Hallenfußball-Stadtpokal/ Dritter Turniertag

Zahnlose Löwen verabschieden sich - flinke Zebras im Galopp

Moritz Rieckhoff
05. Januar 2008, 22:55 Uhr

Am dritten Turniertag der Senioren stand am gestrigen Nachmittag die Zwischenphase auf dem Programm. Und so langsam lichtet sich das Feld bei der 22. Duisburger Stadtmeisterschaft. "Wir wollen an die guten Leistungen aus der Einführungsphase anknüpfen", gab Daniel Surkan, Defensivspezialist bei Landesliga-Vertreter Hamborn 07, vor dem ersten Match gegen den Ligakonkurrenten DSV 1900 zu Protokoll. Was dann zu sehen war, waren jedoch Löwen ohne Biss.

Gegen den DSV und den Bezirksligisten FSV Duisburg setzte es zwei Niederlagen. Die Schwarz-Gelben verließen die Halle als Letzter der Gruppe 1. 07-Coach Siggi Sonntag kommentierte das frühe Ausscheiden seines Teams deutlich: "Das war gar nichts. Ich muss mich bei den anwesenden Fans für die Leistung meiner Elf entschuldigen."

Der DSV wurde seiner Favoritenrolle indes gerecht und kam nach dem letzten Spiel gegen den FSV Duisburg als Erster über die Ziellinie. Entsprechend zufrieden war 1900-Trainer Wolfgang Bloch: "Das war eine gute Leistung meiner Elf. So kann es weitergehen." Und auch Andreas Matyjaszek, Trainer des zweitplazierten Bezirksligisten war mit seiner Mannschaft zufrieden: "Wir haben stark gespielt und sind verdient weiter."

Die Gruppe 2 bot zwar wenig Spannung, dafür aber Tore satt. Verantwortlich hierfür war allerdings nur der VfB Homberg. Mit 17 Toren in zwei Spielen ließen die Linksrheinischen ihren Gegnern aus Bruckhausen und Hamborn nicht den Hauch einer Chance. Den zweiten Rang sicherte sich der TSV Bruckhausen, der die entscheidende Begegnung gegen A-Ligist Hamborn 90 mit 3:1 für sich entscheiden konnte.

Ceser Keser, beim TSV Bruckhausen in Amt und Würden, haderte dennoch mit der Spielweise seiner Equipe: "Wir agieren gelegentlich viel zu überheblich. Wir sind hier doch nicht im Zirkus, wo man Kunststücke machen kann." In der Manege mutierte derweil die zweite Garde des MSV Duisburg zum Dompteur von Matchpartner Dersimspor. In der ersten Partie der Gruppe 3 spielten die Blau-Weißen gegen Neumühl souverän auf und siegten am Ende verdient mit 3:0. Einmal in Schwung, galoppierte die "Zebra-Herde" nun geschlossen in die K.o-Runde. Dort trifft die Steffen-Elf mit Tura 88 Duisburg nun auf einen absoluten Hochkaräter.

Während der 1.FC Dersimspor erwartungsgemäß hinter dem MSV die Gruppe auf Platz zwei beschloss, ereilte die Roten Teufel in der Gruppe 4 das gleiche Schicksal reichlich unerwartet. Dabei hätte dem Mit-Favoriten vor dem letzten Gruppenspiel gegen den DSC Preußen Duisburg schon ein Remis für den Platz an der Sonne gereicht. Doch der Bezirksligist durchkreuzte die Pläne der Kessen-Elf und verwies das klassenhöhere Team auf den zweiten Platz.

"Wir sind gegen den MSV motivierter, als wir es gegen Dersimspor gewesen wären", versuchte Tura-Linienchef Ralf Kessen dem vorangegangenen Malheur etwas Positives abzugewinnen. Mit dem vermeintlich einfacheren Gegner bekommt es nun Tura-Bezwinger Preußen Duisburg zu tun. Der VfB Homberg trifft am heutigen Sonntag in der Runde der letzten Acht auf den FSV Duisburg. Komplettiert wird die Runde durch das Aufeinandertreffen zwischen dem DSV 1900 Duisburg und dem TSV Bruckhausen.

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Autor: Moritz Rieckhoff

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