Die wichtigste Personalie ist geklärt:

Herne: Schulz bleibt definitiv bis Sommer

Tobias Urban ist abgemeldet – Dominik Behrend kommt zurück

tr
04. Januar 2008, 09:15 Uhr

Die wichtigste Personalie ist geklärt: "Ich bleibe definitiv bis zum Sommer in Herne", macht SCW-Trainer Frank Schulz klar, den finanziell in Taumeln geratenen Club nicht vorzeitig verlassen zu wollen. Und seine Entscheidung könnte auch Signalwirkung für die Spieler haben, die ihr Schicksal eng mit dem des Coaches verknüpfen. So wie Tobias Urban, der sich noch fristgerecht abgemeldet hat.

"Hoffentlich nur eine Vorsichtsmaßnahme", würde Schulz in der Restrunde nur ungern auf Urban verzichten. "Wir werden uns in den nächsten Tagen noch einmal mit ihm unterhalten und er hat auch schon signalisiert, sich die ganze Sache noch einmal überlegen zu wollen." Denn der Fußballlehrer hat es nach den Abgängen von Hakan Firat (eventuell Germania Gladbeck), Damiano Intravaia, "Charly" Neumann und Fisnik Zejnullahu (alle noch vereinslos) nicht leicht.

"Die Lage ist schwierig genug, denn wir müssen den Kader auf das Minimum von 19 Mann herunterfahren", runzelt Schulz die Stirn: "Zwar verlieren wir nicht durchweg Stammkräfte, aber verletzen darf sich in der Rückrunde dann niemand. Ich muss also zusehen, mit noch weniger Möglichkeiten noch mehr herauszuholen." Dass Sebastian Kleine mit Germania Gladbeck in Kontakt steht, dementiert der Ex-Profi aufs Schärfste: "Ich habe mit Basti gesprochen. Ich will ihn behalten, er will bleiben, also ist der Wechsel nach Gladbeck Unsinn."

Doch eine positive Nachricht hat Schulz auch noch parat. Denn Dominik Behrend kehrt nach nur einem halben Jahr beim Landesligisten TuS Eving Lindenhorst ans "Schloss Strünkede" zurück. "Er kommt zu uns", lacht Schulz und erklärt die Umstände, die zur Heimkehr führten: "Dominik ist erst einmal ablösefrei, denn sonst hätten wir es uns nicht leisten können. Er hat im letzten Jahr anfangs eine gewisse Entwicklungszeit benötigt, sich dann aber etabliert und ist im Sommer nur aus beruflichen Gründen weggegangen. Ich wollte ihn ja nicht ziehen lassen und bin nun froh, Dominik wieder zu haben."

Aber zurück zu Schulz. Auf die Frage, ob er sich auch vorstellen könnte, in der neuen Saison immer noch bei der Westfalia zu sein, entgegnet der Ex-Bochumer: "Darüber mache ich mir noch keine Gedanken, denn die Rückrunde wird für uns erst einmal schwer genug. Was danach kommen sollte, steht noch in den Sternen."

Autor: tr

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