Der mit den Dortmunder Kreisligen vetraute Sportjournalist witterte die Riesenstory. Mit 1:9, so entnahm man es allen gängigen Ergebnisdiensten, hatte die SG Gahmen 27/74 als Tabellendritter beim Drittletzten BV Brambauer III verloren. Wie konnte so etwas passieren? Ein Anruf beim vermeintlich unterlegenen Auftstiegskandidaten sorgte für Überraschung.

Lünen: SG Gahmen siegt - und keiner darf es wissen

Gahmen hat weiter die A-Liga-Rückkehr im Blick

Felix Guth
10. Dezember 2007, 17:45 Uhr

Der mit den Dortmunder Kreisligen vetraute Sportjournalist witterte die Riesenstory. Mit 1:9, so entnahm man es allen gängigen Ergebnisdiensten, hatte die SG Gahmen 27/74 als Tabellendritter beim Drittletzten BV Brambauer III verloren. Wie konnte so etwas passieren? Ein Anruf beim vermeintlich unterlegenen Auftstiegskandidaten sorgte für Überraschung. "Wir haben 10:1 gewonnen", wusste der sportliche Leiter Andreas Sorgatz zu berichten. Also doch das erwartet deutliche Resultat, das so aber (noch) in keiner Tabelle auftaucht. Die SG Gahmen bleibt damit in der Rückrunde bei sechs Punkten Rückstand auf Platz eins ein Kandidat für die Rückkehr in die A-Liga.

"Das ist natürlich weiterhin unser Ziel", sagt der sportliche Leiter der Lüner Vorstädter, der sich die Ergebnis-Übermittlungsprobleme, die schon zum zweiten Mal nacheinander auftraten, nicht erklären kann. In den ersten 16 Saisonpartien präsentierten sich Spitzenreiter SV Preußen 07 Lünen II (41 Punkte) und Eving Selimiye Spor (38) noch einen Tick stabiler als die SG (35).

Hinter den Lünern liegt ein ereignisreiches Halbjahr. Im Sommer hatte Trainer Milan Mikuljanac ein klar definiertes Ziel ausgesprochen: den Aufstieg. Einige Hoffnungsträger kamen und mit vier Siegen zum Start lief zunächst alles glatt. Doch der Aufschwung des Vorjahresfünften war nur von kurzer Dauer. Im Herbst wurden die Leistung der Gahmener immer durchschnittlicher, letztlich musste Trainer Mikuljanac gehen.

Bis zum Jahresende ist vorerst Halil Sabanci (38), ehemaliger Oberliga-Spieler des Lüner SV, für die Mannschaft verantwortlich. "Nach der Hallenstadtmeisterschaft werden wir darüber sprechen, wie es weitergeht", sagt Andreas Sorgatz.

Ein Sorgenkind gibt es auch bei SG. Resit Önder ließ sich beim 10:1 in Brambauer schon zum zweiten Mal in dieser Saison zu einer Tätlichkeit hinreißen. "Er ist ein guter Fußballer, aber er muss in solchen Situationen mehr Grips haben", sagt Skoratz über den jungen Spieler, der erst im Sommer nach Gahmen kam.

Autor: Felix Guth

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