Es war - für mich - ein großartiges Wochenende in Stuttgart, und das schon im Vorfeld der Bundesliga Partie. Dass dem Treiben in der Schwabenmetropole durch das Fußballspiel die Krone aufgesetzt würde, damit war eigentlich nicht zu rechnen. Den „klitzekleinen Hoffnungsfunken“ auf einen Auswärtssieg entfachten die schwarz-gelben Spieler überraschend auf eine richtig schöne Art und Weise zu einem Freudenfeuer für die etwa 7000 Borussen-Freunde im Ländle.

Boahrussia: Schwarzgelber Feiertag im Ländle

Auf den Spuren der "Squadra Azzurra"

Jonas Hessedenz
03. Dezember 2007, 16:13 Uhr

Es war - für mich - ein großartiges Wochenende in Stuttgart, und das schon im Vorfeld der Bundesliga Partie. Dass dem Treiben in der Schwabenmetropole durch das Fußballspiel die Krone aufgesetzt würde, damit war eigentlich nicht zu rechnen. Den „klitzekleinen Hoffnungsfunken“ auf einen Auswärtssieg entfachten die schwarz-gelben Spieler überraschend auf eine richtig schöne Art und Weise zu einem Freudenfeuer für die etwa 7000 Borussen-Freunde im Ländle.

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„Borussia, du bist Leidenschaft“: Schon seit frühester Kindheit drückt BVB-Fan Jonas den Dortmundern die Daumen. Heute steht er in Block 82 des Westfalenstadions oder reist durch die Stadien Fußballdeutschlands und unterstützt die Schwarz-Gelben. Seinen Erlebnissen und Gedanken rund um den Verein verleiht er nun wöchentlich den nötigen Ausdruck und gibt zu jeder Wurst seinen Senf ab.[/infobox]

Doch der Reihe nach. Zu viert planten wir schon seit Wochen den Trip nach Stuttgart, ein guter Kumpel aus der Heimat lud in seine frisch renovierte Wohnung ein, hatte eine Woche zuvor Geburtstag, sprich: Passt zum Borussen-Gastspiel wie Arsch auf Eimer. Schon vor Wochen stand der Plan fest – Freitag eine schöne Kneipentour, Samstag drei Punkte im Gottlieb-Daimler-Stadion.

Der erste Teil des Plans wurde am Freitag in überragender Art und Weise in die Tat umgesetzt. Als Highlight verkehrten wir im Cafe Weiß, einer Kneipe mit kultverdächtigem geschichtlichen Hintergrund. Anno 1974 feierte die “Squadra azzura” an gleicher Stelle einen Tag vor dem entscheidenden Gruppenspiel bei der WM gegen Polen so intensiv den schon sicher geglaubten Einzug in die Zwischenrunde, dass die verkaterten Italiener diesen als haushoher Gruppenfavorit noch verspielten. Welch schöne Vorstellung – leider trafen wir an diesem Abend keine Akteure des VfB im Cafe Weiß. Wäre auch zu schön gewesen...

Verkatert ging es also nur für uns am nächsten Tag zunächst in die Innenstadt und später ins Stadion. Dabei gab es zwei grundlegende Feststellungen:

1. Stuttgart stellt insgesamt keinen Vergleich zu Dortmund und wahrscheinlich auch dem Rest des Ruhrgebiets dar. Während in Dortmund an Bundesligatagen die Vorfreude und Euphorie auf das Spiel schon an jeder Ecke zu greifen ist, herrscht in Stuttgart tote Hose. Die vielen reichen Kaufhaustouristen stellten die vereinzelten Schalträgern deutlich in den Schatten.

2. Es macht einfach immer und immer wieder Spaß mit, in diesem Fall etwa 7000 Borussen-Fans, ein Auswärtsspiel zu erleben. Als hätte es das Nürnberg-Spiel und die letzten Wochen nicht gegeben, voller Elan und Freude an der Sache wurde das Team an diesem Tag nach vorne gepeitscht. Zwar ebbte der Support Mitte der zweiten Hälfte kurzzeitig etwas ab, doch mit dem 2:1 von Petric verwandelten sich die Blöcke 61-63 für 15 Minuten in ein wahres Freudenhaus.

Fazit: Spaß hat es gemacht an diesem Wochenende, das in genau dieser Form in der nächsten Saison wiederholt wird. Am Freitag hat die Mannschaft die Chance mit einer ähnlich couragierten Einstellung ein Stück des Stuttgarter Freudenhauses auf die Südtribüne zu transportieren. Für mich sind die Spiele gegen Arminia Bielefeld immer etwas Besonderes, dazu im Laufe der Woche mehr.

Bis dahin,
schwarz-gelbe Grüße und danke an die Mannschaft und alle 7000 Gleichgesinnten für ein wunderschönes Wochenende.

Autor: Jonas Hessedenz

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