FUBA-NET sorgt für Bewegung. Auf und neben dem Platz profitieren die Teams der FUBA-NET Liga von dem integrativen Schub, der die Leistungen der Sportler mit geistiger Behinderung stärker in die öffentliche Wahrnehmung rückt. Nachdem der FN-Ligist Lebenshilfe Solingen unlängst mit einem neuen Trikotsatz ausgestattet wurde, kommt nun auch das Haus Baasstraße des Diakoniewerks Essen in den Genuss neuer Garnituren.

Motivationsschub beim Diakoniewerk Essen

„Haus Baasstraße“ in neuem Gewand

tw
19. November 2007, 10:10 Uhr

FUBA-NET sorgt für Bewegung. Auf und neben dem Platz profitieren die Teams der FUBA-NET Liga von dem integrativen Schub, der die Leistungen der Sportler mit geistiger Behinderung stärker in die öffentliche Wahrnehmung rückt. Nachdem der FN-Ligist Lebenshilfe Solingen unlängst mit einem neuen Trikotsatz ausgestattet wurde, kommt nun auch das Haus Baasstraße des Diakoniewerks Essen in den Genuss neuer Garnituren.

Von dem Wert und den Erfolgen der Fußballarbeit des Haus Baasstraße überzeugt, spendete die Bank für Kirche und Diakonie mit 2.600 Euro einen großzügigen Betrag, um die Arbeit des Teams rund um „Manager“ Uwe Mandel zu unterfüttern. Als erster Schritt wurde nun eine komplette Ausrüstung mit Trikots, Trainingsanzügen und Schuhen für die Mannschaft angeschafft.

1999 startete Uwe Mandel das Fußballprojekt für Menschen mit geistiger Behinderung, da die Nachfrage innerhalb der Wohneinrichtungen des Diakoniewerks immer größer wurde. Zunächst trafen sich das Johannes-Bötcher-Haus, das Heinrich-Held-Haus und das Haus Baasstraße in der werkseigenen Sporthalle zum Kicken und Fachsimpeln. Seit mittlerweile zwei Jahren trainiert das Haus Baasstraße nun regelmäßig und ambitioniert. Unterstützt werden die Kicker von Trainerin Sabrina Greve durch das Haus Rüselstraße, einer weiteren Einrichtung des Diakoniewerks sowie externen Fußballerinnen und Fußballer, die zum Freundeskreis der Bewohner gehören. „Integration und Heterogenität wird bei uns groß geschrieben. Die Mannschaft besteht aus Frauen und Männern. Als Trainerin fungiert eine Frau, als Manager ein Mann – wie oftmals auch im realen Leben“, schmunzelt Mandel ironisch.

Die rein sportliche Perspektive will Mandel trotz aller Integrationsbemühungen nicht aus den Augen verlieren, schließlich geht es beim Fußball um Tore, Siege und Erfolge: „Bisher haben wir in der FN-LIGA mit mäßigem Erfolg gespielt, zeigen aber einen eindeutigen Aufwärtstrend. Anlässlich des diesjährigen FUBA-NET Cups für integrativ besetzte Mannschaften erspielten wir in der Wohnheim-Kategorie einen guten vierten Platz. Dies hat die Motivation der Mannschaft positiv beeinflusst.“

Das Diakoniewerk Essen nimmt somit als einer der größten Anbieter in der Behindertenhilfe Essens die Bedürfnisse seines Kientels (auch zahlreiche Einrichtungen für Gehörlose werden durch das Diakoniewerk getragen) mehr als ernst und schafft beste Voraussetzungen, damit das Team des Hauses Baastrasse spätestens in der kommenden FN-Liga-Saison 2008 neu angreifen kann.

Autor: tw

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