36, 33, 34 - das ist kein Auszug aus kuriosen Lottozahlen, sondern die imposante Tor-Quote von Marcel Waschwill in den vergangenen drei Spielzeiten. Der Angreifer von Alemannia Scharnhorst gehört seit Jahren zu den treffsichersten Spielern der Dortmunder Kreisligen. Dabei bewies der 23-Jährige, dass er eine

Dortmund: Top-Torjäger will mit Alemannia Scharnhorst in die Bezirksliga

Unter 30 macht es Waschwill nicht

Felix Guth
13. November 2007, 16:04 Uhr

36, 33, 34 - das ist kein Auszug aus kuriosen Lottozahlen, sondern die imposante Tor-Quote von Marcel Waschwill in den vergangenen drei Spielzeiten. Der Angreifer von Alemannia Scharnhorst gehört seit Jahren zu den treffsichersten Spielern der Dortmunder Kreisligen. Dabei bewies der 23-Jährige, dass er eine "treue Seele" ist. Trotz zahlreicher Angebote aus der Bezirksliga blieb er bislang dem A-Liga-Klub aus Scharnhorst treu. "Das waren noch nicht die Vereine, die mich überzeugt haben. Außerdem findet man so eine Kameradschaft wie bei der Alemannia nur sehr selten", sagt der Torjäger, der trotz einer fast vierwöchigen Pause in dieser Saison schon wieder achtmal erfolgreich war.

Als Waschwill mit 18 Jahren in seine erste Senioren-Saison bei den Scharnhorstern startete, lag eine fußballlose Zeit hinter ihm. "Es passte einfach nicht, deshalb habe ich nach der A-Jugend ein Jahr Pause gemacht." Doch die Lust auf den Sport kam bei der Alemannia schnell wieder. "Es kamen immer mehr Kollegen von mir hierher und es hat immer mehr Spaß gemacht", erinnert er sich. Unter anderem spielt er mit seinem Cousin Sebastian in einer Mannschaft.

Waschwills Rolle im Team stand dabei schnell fest. Mit seiner Durchsetzungskraft und Schussstärke wirbelte er so manche Kreisliga-Abwehr durcheinander und traf wie am Fließband. "Alleine könnte ich auch nichts reißen", sagt er mit der Demut eines Torjägers. Seine Tore trugen zum Aufschwung des gesamten Vereins bei. Im Sommer 2006 stiegen die Alemannen in die Kreisliga A auf. Einen Spieltag vor Hinrundenende liegt die Mannschaft um Trainer Christian Wichert punktgleich mit Ortskonkurrent FV Scharnhorst an der Tabellenspitze der Gruppe 3. "Wir sind vom Fast-Absteiger in der B-Liga zu einem Kandidaten für die Bezirksliga geworden", sagt Waschwill stolz. "Den Aufstieg nehmen wir gerne mit, aber er ist kein Muss."

Wie lange der Klub aus dem Dortmunder Osten den Angreifer noch halten kann, scheint unklar. "Bei einer richtigen, ernst gemeinten Anfrage würde ich mir sicher Gedanken machen", meint Waschwill. Denn seine Fußball-Ambitionen hat der gelernte Anlagenmechaniker, der am 4. Januar seinen 24. Geburtstag feiert, noch längst nicht begraben. "Ich denke jedes Jahr nach, aber bislang hat es sich noch nicht angeboten."

Autor: Felix Guth

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