Die Szenerie ist gerade erst vier Wochen her. Nach der Niederlage gegen die SpVg. Hagen 11 schleichen die Spieler des FSV Witten mit hängenden Köpfen vom Platz. Für Trainer Achim Schütz war es der letzte Auftritt an der Seitenlinie. Nach lediglich sieben Spielen musste er seinen Platz wieder räumen. Wieder einmal schien der ambitioniert gestartete Fusionsverein aus der Ruhrstadt seine Träume von einer Landesliga-Zukunft begraben zu müssen. Doch dann kam mit Thomas Gerner ein neuer Coach. Und arbeitete hart daran, dass die Aufstiegsträume wieder ausgegraben wurden.

Bezirksliga 14: FSV Witten ist die "Mannschaft der Stunde"

Gerner gräbt Aufstiegsträume wieder aus

Felix Guth
05. November 2007, 19:26 Uhr

Die Szenerie ist gerade erst vier Wochen her. Nach der Niederlage gegen die SpVg. Hagen 11 schleichen die Spieler des FSV Witten mit hängenden Köpfen vom Platz. Für Trainer Achim Schütz war es der letzte Auftritt an der Seitenlinie. Nach lediglich sieben Spielen musste er seinen Platz wieder räumen. Wieder einmal schien der ambitioniert gestartete Fusionsverein aus der Ruhrstadt seine Träume von einer Landesliga-Zukunft begraben zu müssen. Doch dann kam mit Thomas Gerner ein neuer Coach. Und arbeitete hart daran, dass die Aufstiegsträume wieder ausgegraben wurden.

Seit der 38-Jährige das Traineramt beim FSV antrat, gab es fünf Siege, zuletzt das 2:1 beim VfB Schwelm. Der Rückstand auf Tabellenführer und Stadtrivale TuS Stockum schrumpfte von sieben auf nur noch zwei Punkte. "Ich habe nichts großartig anders gemacht als bei meinen bisherigen Stationen", meint Gerner, der bis zuletzt noch in der Oberliga für den SV Schermbeck am Ball war. Doch es reichte, um einer völlig verunsicherten Mannschaft wieder Selbstvertrauen einzuimpfen.

Sinnbildlich für den Wandel steht Dennis Bergel. Der talentiert, aber lange verletzte Mittelfeldspieler stand bei Schütz auf dem Abstellgleis. Doch Gerner setzt auf ihn, Bergel dankte es mit fünf Treffern in drei Matches. "Ich rede viel mit den Jungs, versuche jedem ein Ansprechpartner zu sein", skizziert der Coach seine Arbeitsweise. Dabei gibt er offen zu, bei seinem Amtsantritt eine große sportliche Baustelle beim FSV vorgefunden zu haben.

Doch Gerner gibt sich bei aller Euphorie auch als Mahner. "So lange wir einen Rückstand haben, müssen wir mehr tun als andere", erklärt er. In jedem Training verlangt er dabei Extra-Einsatz von seinen Mannen. Bislang geht sein Konzept voll auf: Aus dem vermeintlichen Alleingang des TuS Stockum ist wieder ein spannender Kampf um Platz eins geworden, in den neben den beiden Wittener Teams auch noch EtuS/DJK Schwerte und die SG Welper eingreifen. Den Fans der Staffel 14 bietet sich nach zwei "Durchmarsch-Jahren" des VfB Schwelm und TuS Ennepetal mal wieder etwas Spannung.

Für den früh geschassten Achim Schütz hat sich aus dem "Missverständnis FSV" ein unverhoffter Aufstieg entwickelt. Seit wenigen Wochen ist er als Sportlicher Leiter für die Planungen beim Wittener Verbandsligisten TuRa Rüdinghausen zuständig.

Autor: Felix Guth

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