Der Pechvogel der Essener Saison steht schon fest: Kapitän Stefan Lorenz fällt für mindestens sechs Monate aus, er zog sich am Sonntag beim Auswärtsspiel in Bremen einen Riss des vorderen Kreuzbandes zu. Am heutigen Donnerstag wurde er von Dr. Peter Schäferhoff in der Kölner MediaPark Klinik operiert, der schon seine letzte Fußverletzung athroskopisch behob.

RWE: Kapitän hat heute in Köln Kreuzband-Operation

Janßen treibt Vertragsgespräche mit Lorenz nun erst recht voran

og
11. Oktober 2007, 22:09 Uhr

Der Pechvogel der Essener Saison steht schon fest: Kapitän Stefan Lorenz fällt für mindestens sechs Monate aus, er zog sich am Sonntag beim Auswärtsspiel in Bremen einen Riss des vorderen Kreuzbandes zu. Am heutigen Donnerstag wurde er von Dr. Peter Schäferhoff in der Kölner MediaPark Klinik operiert, der schon seine letzte Fußverletzung athroskopisch behob. "Die Mannschaft geht damit so um, wie das im Fußball üblich ist", erklärt Coach Heiko Bonan, "man erkundigt sich, spricht Mut zu. So ist das nun einmal."

Sachlichkeit ist angesagt. Bonan: "Wir haben es auch bewusst nicht hoch gekocht." Auch wenn der Ausfall des Akteurs schmerzt - als defensiver Trumpf und als Persönlichkeit im Kader-Gefüge. Lorenz wurde nicht umsonst Spielführer. Bonan: "Stefan ist der Typ echter Kapitän."

Wichtig ist für Bonan: "Wir dürfen uns nicht hinstellen und erzählen, die Welt bricht zusammen." Weil es auch nicht so ist. Der 41-Jährige weiter: "Trübsal blasen kommt nicht in Frage. Diese Überlegungen werden wir in der Truppe nicht zulassen." Der gebürtige Berliner verabschiedete sich am Mittwoch von der Gruppe. Bonan: "Er soll so oft kommen wie möglich, das ist für ihn irgendwie auch Familie." Ein Begriff, der das "Standing" des 25-Jährigen gut beschreibt. Als therapeutische Maßnahme fordert Bonan von der Mannschaft, "einfach weiter zu marschieren, das hilft auch Stefan am meisten."

Bedeutsam ist auch der Hinweis von Olaf Janßen, Sportlicher Leiter: "Wir führten mit Stefan auch schon Vertragsgespräche, die werden wir genau so intensiv vorantreiben, wir gehen davon aus, dass es die Kombination Stefan und RWE noch einige Jährchen geben wird." Der ehemalige Profi spricht von "einem klaren Signal" und von einer "außergewöhnlichen Bindung."

Bonan nachdenklich: "Bis auf den Aspekt mit Stefan hat beim Auswärtsspiel in Bremen tatsächlich alles gepasst. Aber es ist nun einmal so, wir müssen das große Ganze betrachten." Zu dem dann wieder kleine Details gehören. So traf Markus Kurth zum ersten Mal: "Für ihn habe ich mich am meisten gefreut, er rennt sich den Hintern wund für die Mannschaft. Er hat genau den passenden Charakter für unseren Kader." Bonan erläutert: "Jeder weiß, man muss noch mehr machen, das Ego steht hinten an, genau diese Einstellung hat Markus jedem klar gemacht, und das, ohne viel sagen zu müssen."

Und noch ein Detail, André Schei Lindbaek traf nach seiner Einwechselung für RWE. "Er präsentiert sich anders", bescheinigt Bonan, "ich habe kein Problem, ihn zu bringen." Die mögliche Startelf prognostiziert der Ex-Gütersloher dabei für "den Tag X, auf den er warten muss." Zum Beispiel gegen Cottbus, "wo er vielleicht als echter Strafraumakteur passen würde." Alles graue Theorie.

Autor: og

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