Manche werden wohl endlich sagen: Endlich ist die mühsame Qualifikationsrunde bei der Essener Hallenstadtmeisterschaft vorbei. In Bergeborbeck überraschten am dritten Tag die Underdogs.

Halle Essen

Said lobt seine Jungs, B- und C-Ligist überraschen

Krystian Wozniak
07. Januar 2018, 19:38 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Manche werden wohl endlich sagen: Endlich ist die mühsame Qualifikationsrunde bei der Essener Hallenstadtmeisterschaft vorbei. In Bergeborbeck überraschten am dritten Tag die Underdogs.

Bezirksligist TuS 84/10 als Hausherr in der einmal mehr rappelvollen Bergeborbecker Sporthalle hätte sich beinahe bis auf die Knochen blamiert. Doch die Mannschaft von Olaf Rehmann kam in der Gruppe mit den beiden B-Ligisten TuS Helene und Barisspor 84 sowie C-Liga-Vertreter FC Alanya noch mit einem blauen Auge davon. [infobox-right]Am Rande der Bande: In den Abendstunden wurde ein Handy in der Halle gefunden. Der ehrliche Finder gab es bei der Turnierleitung ab und machte somit den Besitzer wieder glücklich. Auch so geht Amateurfußball in Essen![/infobox]

"Das war gar nichts. Ich bin sehr enttäuscht. Ich konnte keinen Willen, keinen Spaß erkennen. So sollte man in der Halle nicht spielen. Jetzt kann es nur noch besser werden", resümierte 84/10-Boss Ludwig Singendonk die Vorstellung der Blau-Weißen, die in drei Spielen nur drei Punkte holten und erst mit dem Sieg in der letzten Gruppen-Partie gegen Helene - die Altenessener schieden als Letzter aus - das Vorrundenticket buchten.

Zuvor hatten Barisspor und allen voran Gruppensieger FC Alanya für Spaß in der Halle gesorgt. Beide spielten einen ansehnlichen Kombinationsfußball mit taktischer Raffinesse. "Unser Ziel war es vor diesem tollen Publikum, den FC Alanya gut zu repräsentieren - sowohl auf als auch neben dem Parkett. Ich glaube, dass uns das sehr gut gelungen ist", war Trainer Adem Durmus stolz auf seine Kreisliga-C-Mannschaft. Auch Musatafa Yüksel, Trainer von Barisspor, hatte Lob für seine Schützlinge übrig: "Hier geht es vor allem darum, Spaß zu haben. Das habe ich bei meinen Jungs gesehen. Ich muss dazu erwähnen, dass uns kurz vor dem Turnier vier, fünf Mann im Stich gelassen haben. Das wird Konsequenzen haben. Die Jungs, die an diesem Tag im Einsatz waren, haben einen tollen Job gemacht. Hut ab, vor der Leistung."

Lobende Worte fand auch VfB Frohnhausens Issam Said für sein Team. Drei Spiele, drei souveräne Siege - die Pflicht ist erfüllt worden. Said: "Das war in den Vorjahren auch schonmal anders. Wir waren an diesem Tag konzentriert und haben gute Leistungen gebracht. Jetzt geht's weiter." Neben Frohnhausen, lösten auch die DJK Dellwig 1910 und der FC Stoppenberg die Tickets für die nächste Runde. Gastgeber Ballfreunde Bergeborbeck blieb schon in der Quali auf der Strecke.

Ähnlich gut wie der VfB Frohnhausen machte es in der Abend-Gruppe der SC Frintrop. Guido Contrinos Jungs hatten alles im Griff und holten sich wieder VfB auch drei Gruppensiege. Contrino zeigte sich vor allem von der Stimmung in Bergeborbeck begeistert. "Das kenne ich aus Oberhausen nicht. Da freut man sich, wenn bei der Endrunde 600 Mann auf der Tribüne sitzen. Hier merkt man schon in der Quali, dass es um viel Prestige geht. Wir wollen so weit wie möglich kommen", betont Contrino. VfB Essen Nord und SV Borbeck durften sich im Gegensatz zu den chancenlosen Spielern von Juspo Altenessen über das Weiterkommen freuen.

In der letzten Gruppe des Tages, und auch der Bergeborbecker Qualifikationsphase, sorgte Atletico Essen für eine positive Überraschung. Der B-Ligist löste das Vorrundenticket vor der Turngemeinde Essen-West und dem GTSV Essen. Der FC Saloniki musste die Segel streichen.

Autor: Krystian Wozniak

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