15.11.2017

Eishockey

DEL - die Düsseldorfer EG ist in der Krise

Foto: firo

In der DEL befindet sich die Düsseldorfer EG in der Krise. Der Trainer bleibt gelassen.

Unter Druck fühle er sich nicht, sagt Mike Pellegrims. Die Beine überschlagen, zurückgelehnt, strahlt der Trainer der Düsseldorfer EG Gelassenheit aus. Und fordert das auch: „Wir müssen Ruhe bewahren.“ Dabei steht die DEG in der Deutschen Eishockey-Liga mit nur 22 Zählern auf dem vorletzten Platz. Statt Ruhe: Krisenstimmung. Nur nicht bei Mike Pellegrims.

„Wir sind im Leistungssport, da gehört Druck dazu“, sagt der 49-jährige Belgier. Seine Aufgabe sei es nun, dafür zu sorgen, „dass die Stimmung gut bleibt“. Im Training klopft er den Spielern auch mal lächelnd auf die Schulter. In der Länderspielpause gab er den Profis fünf Tage frei. Am Samstag sei es dann laut in der Kabine gewesen. „Die Spieler hatten sich viel zu erzählen.“

Iserlohn im Aufwind

Etwas zu sagen hatten auch Geschäftsführer Stefan Adam und Sportdirektor Niki Mondt. Während der Länderspielpause erklärten sie auf der Vereinshomepage die Lage, nahmen die Spieler und den Trainer in die Pflicht. Denn mit dem ausbleibenden Erfolg gerät auch Pelle­grims immer mehr in die Kritik.

Das soll sich nach neun Spielen mit nur zwei Siegen am Freitag (19.30 Uhr) gegen die Iserlohn Roosters ändern. Die Sauerländer sind derzeit der Gegenentwurf zur DEG: Vier Spiele in Serie gewonnen, nur zwei der vergangenen neun verloren. Nach der Trennung von Jari Pasanen haben die Roosters unter Rob Daum Aufwind bekommen.

DEG-Trainer Pellegrims hat Respekt: „Sie haben im Moment nur sehr wenige Schwachstellen.“ Bei den Düsseldorfern sieht das anders aus. Verteidiger Tim Conboy und Alexandre Picard fehlen weiter mit Knieproblemen, im Sturm laboriert Rob Bordson an einer Leistenverletzung. Daniel Weiß ist noch nicht so weit. In der Abwehr hat die DEG reagiert und den Kanadier Kevin Marshall verpflichtet. Im Angriff zählt sie auf ihren besten Torjäger John Henrion. Am Freitag verlängerte der Traditionsklub mit dem 26-Jährigen um zwei weitere Jahre.

Autor: Dominik Loth

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