Die SSVg Velbert handelt sich nach lahmer Leistung die nächste Niederlage ein. Es gab eine 1:3-Heimpleite gegen den VfR Krefeld Fischeln. Nach einer halben Stunde folgt der Einbruch.

Velbert

Nächste Pleite, nach 30 Minuten kam der Einbruch

RS
30. April 2017, 19:58 Uhr
Foto: Socrates Tassos

Foto: Socrates Tassos

Die SSVg Velbert handelt sich nach lahmer Leistung die nächste Niederlage ein. Es gab eine 1:3-Heimpleite gegen den VfR Krefeld Fischeln. Nach einer halben Stunde folgt der Einbruch.

Zum Einlauf der Mannschaften ließ die Stadion-Regie den Rock-Klassiker Hells Bells aus den Lautsprechern dröhnen – der-Oldie der Band AC/DC klingt zwar für manchen Fan recht abgenudelt, weil er seit vielen Jahren in allen möglichen Stadien gespielt wird. In der Velberter Christopeit-Sport-Arena vermittelte er hingegen kurzzeitig den Hauch von Energie.

Das Gitarrenspiel der Gebrüder Young klang jedenfalls zupackend und mitreißend – genau das hatten die Zuschauer bei der Spielerei der SSVg Velbert vermisst. Gegen den VfR Krefeld Fischeln wurde die Serie der enttäuschenden Spiele in dieser Oberliga-Rückrunde mit einer 1:3 (0:2)-Heimniederlage fortgesetzt. Damit rutscht der einstige Spitzenreiter auf den achten Tabellenplatz ab.

Es war die zweite 1:3-Niederlage in Folge und wieder hatte die SSVg dabei den Gegner unterstützt. Fast verzweifelt flüchtete sich Trainer Mircea Onisemiuc in Galgenhumor. „Wir schießen ja genug Tore — nur auf der falschen Seite.“ Damit spielte er auf die dusseligen Gegentore an, die sich sein Team mit bösen Fehlern praktisch selbst ins eigene Netz gelegt hat. „Das hab ich in meiner Laufbahn noch nicht erlebt. Aber wir haben in wenigen Wochen sechs Eigentore gemacht!“

Tatsächlich ging es so auch gegen Krefeld Fischeln los. Nach gut einer halben Stunde landete ein Eckball des Krefelder Kapitäns Kevin Breuer im Velberter Netz — SSVg-Keeper Philipp Sprenger, dem wenige Minuten zuvor bereits eine verunglückte Aktion unterlaufen war, hatte kräftig mitgeholfen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die SSVg übrigens gar nicht so schlecht ausgesehen, erspielte sich vorne ein paar aussichtsreiche Situationen und ließ hinten wenig zu. Danach brachen die Velberter allerdings ein. „Das 1:0 war für uns der Dosenöffner“, meinte Gäste-Trainer Josef Cherfi. Öffner der Abwehr für das 2:0 war hingegen SSVg-Innenverteidiger Alex Fagasinski, der die Krefelder mit einem Fehlpass beschenkte. Gegen die entblößte Velberter Defensive traf Dominik Oehlers Sekunden vor dem Pausenpfiff zum 2:0.

Kurz nach Wiederanpfiff nahm sich allerdings auch die Gästeabwehr eine zusätzliche Verschnaufpause. Christian Schlösser durfte ungestört durchs Zentrum spazieren und zum 1:2 verkürzen.
Doch nur zwei Minuten später war wieder alles beim Alten: Nach einer Freistoßflanke verlor Alex Fagsinski das Kopfballduell gegen Philip Reinhardt und es hieß 1:3.

Danach bemühten sich die Velberter zwar, noch einmal heran zu kommen, doch die Intensität fiel dabei recht unterschiedlich aus. Während etwas Massimo Mondello wieder einmal vorbildlich kämpfte, wirkten etliche seiner Teamkollegen verunsichert und fahrig.

Elfmeter nicht gegeben
Zu allem Überfluss hatte auch der Schiedsrichter eine sehr schwache Szene: Als Maximilian Wagener im Strafraum rüde in den Rasen gerammt wurde (und deshalb wenige Minuten später verletzt ausgewechselt werden musste), blieb der Elfmeterpfiff aus. Aber das war nicht der Grund für die Niederlage.

Autor: RS

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