Auch der frühere BVB-Trainer Jürgen Klopp hat die Entscheidung der UEFA in Frage gestellt, das Spiel des BVB gegen Monaco nur einen Tag nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus neu anzusetzen.

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Klopp kritisiert Spielansetzung nach Anschlag in Dortmund

dpa
13. April 2017, 15:27 Uhr
Foto: firo

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Auch der frühere BVB-Trainer Jürgen Klopp hat die Entscheidung der UEFA in Frage gestellt, das Spiel des BVB gegen Monaco nur einen Tag nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus neu anzusetzen.

"Ich bin mir ziemlich sicher, wenn einer der Leute, die das entschieden haben, im Bus gesessen hätte, hätten sie die Partie nicht gespielt", sagte Klopp am Donnerstag auf einer Pressekonferenz seines Vereins FC Liverpool.

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Zuvor hatte Klopps Nachfolger beim BVB, Thomas Tuchel, die Entscheidung kritisiert. "Wir hätten uns mehr Zeit gewünscht", hatte Tuchel moniert. "Die haben wir nicht bekommen." Klopp äußerte dafür Verständnis: "Wenn man nicht im Bus sitzt, kann man sich sicher nicht genau vorstellen, wie das war." Sein Ex-Verein habe sich trotzdem hervorragend verhalten. "Ich hab das Spiel gesehen und war sehr stolz auf Borussia Dortmund", lobte Klopp, "wie sie damit umgegangen sind und was für eine Atmosphäre sie erzeugt haben".

Der Coach räumte allerdings ein, er könne beide Seiten verstehen. "Es war zuerst mal schwierig, im engen Spielplan ein Ausweichdatum zu finden. Wann soll man die Partie spielen?", gab der 49-Jährige zu bedenken. "Aber ich denke, jeder hätte Verständnis gehabt, wenn man gesagt hätte: 'Okay, wir spielen nicht, wir finden nächste Woche eine Lösung.'"

Er selbst sei nach dem Vorfall schockiert gewesen und habe sich große Sorgen um seine Freunde gemacht, berichtete Klopp. "Jeder kann sich denken, dass das für mich ein schwerer Moment war", erklärte er. "Ich kenne die Straße genau. Viele meiner Freunde saßen im Bus. (...) Ich hatte wirklich Angst um sie."

Autor: dpa

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