Von Juli 2006 bis Juli 2007 spielte Alexander Bade für den VfL Bochum. Es folgte ein halbes Jahr beim BVB. Heute trainiert der 46-Jährige Timo Horn und Co.

Torwarttrainer Bade

Große Liebe FC, Hommage ans Ruhrgebiet

Lukas Draeger
22. März 2017, 09:16 Uhr
Foto: firo

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Von Juli 2006 bis Juli 2007 spielte Alexander Bade für den VfL Bochum. Es folgte ein halbes Jahr beim BVB. Heute trainiert der 46-Jährige Timo Horn und Co.

Alexander Bade kennt das Ruhrgebiet - sehr gut sogar. Ein Jahr spielte er für die Blau-Weißen vom VfL Bochum, später ein halbes Jahr für Schwarz-Gelb aus Dortmund. Seit Juli 2009 ist Bade Torwarttrainer beim 1. FC Köln. Am vergangenen Samstag gewann der gebürtige Berliner mit seinen Kölnern das wichtige Spiel gegen Hertha BSC Berlin mit 4:2. Im nächsten Jahr fördert Bade Timo Horn und Co. dann möglicherweise sogar auf internationalem Niveau - aber nur, wenn dem FC der Sprung nach Europa auch tatsächlich gelingt.

Ruhrgebiet oder Rheinland? „Inzwischen bin ich Rheinländer“, sagt der 46-Jährige. Bade ist den Geißböcken und der Region rund um Köln sehr verbunden. Dennoch weiß Bade den Ruhrpott und dessen Facettenreichtum noch immer zu schätzen. Die Zeit beim VfL hat der gebürtige Berliner nicht vergessen: „In Bochum war ich damals sehr froh, noch in der ersten Liga spielen zu dürfen. Wenn ich kurz darüber nachdenke, war dieses Jahr ein recht erfolgreiches für den VfL“, erinnert sich der gebürtige Berliner. „Recht erfolgreich“ trifft es ganz gut:

Der VfL Bochum schloss die damalige Saison als Aufsteiger auf Tabellenplatz acht ab. Besonderheit: Bade und der VfL waren - was die Tabelle anging - besser als dessen späterer Club Borussia Dortmund. „Es hat in Bochum schon Spaß gemacht, aber für mich war der Aufenthalt dort nicht das Highlight der Karriere“, weiß Bade. Ganz anders allerdings die Spielzeit beim schwarz-gelben Reviernachbarn: „In Dortmund habe ich eine sehr interessante Zeit bei einem absoluten Top-Club verbracht. Diese Station war gegen Ende meiner Karriere noch einmal ein absolutes Highlight. Besonders sticht da das Pokalfinale gegen die Bayern hervor“, blickt Bade in positiver Erinnerung auf seine Zeit bei Borussia Dortmund zurück.

Wagt man einen Blick auf die Stationen, bei denen Bade in seiner aktiven Karriere als Torwart Halt machte, sticht ein Klub immer wieder hervor: der 1. FC Köln. Insgesamt verbrachte der erfahrene Torwarttrainer zwölf Jahre bei seinem FC. Auf die Frage, ob der Fußball-Klub aus Köln seine große Liebe sei, entgegnete Bade entschlossen und ohne zu zögern: „Obwohl ich Berliner bin, war der FC von Kindesbeinen an mein Verein. Umso schöner ist es dann, bei solch einem Verein arbeiten zu dürfen.“ Doch was verbindet der Herzens-Kölner dann eigentlich noch mit dem Ruhrgebiet? „Im Ruhrpott gibt es noch immer viele nette Menschen, auf die ich mich immer freue, wenn wir mit dem FC dorthin reisen“, zeigte sich Bade beeindruckt.

Zu guter Letzt schickte Bade noch eine Hommage Richtung Ruhrgebiet: „Das Faszinierende am Ruhrgebiet ist, dass die ganze Region dort den Fußball wirklich lebt. Wenn ich in Bochum aus dem Stadion gucke, dann sehe ich die Schalker Arena. Diese kurzen Wege und die Nähe dort sind einfach unglaublich.“

Autor: Lukas Draeger

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