Für Samstag ist in Duisburg Sturm angesagt. Das sagen die Wetterfrösche voraus. Ilia Gruev, Trainer des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg, wünscht sich zudem einen Sturm auf dem Platz.

Warten auf den großen Sturm

Druck auf den MSV nimmt zu

Dirk Retzlaff
17. März 2017, 22:09 Uhr
Foto: firo

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Für Samstag ist in Duisburg Sturm angesagt. Das sagen die Wetterfrösche voraus. Ilia Gruev, Trainer des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg, wünscht sich zudem einen Sturm auf dem Platz.

Um 14 Uhr trifft der MSV in seiner Arena auf Rot-Weiß Erfurt (live im WDR-Fernsehen und im Internet-Livestream unter www.wdr.de). Dann sollen gleich mehrere Knoten platzen. Nach 417 Minuten ohne Tor soll es nach den Vorstellungen der Meidericher im gegnerischen Tor wieder einschlagen. Das reicht aber nicht: Drei Punkte sollen her.

Nach den zwei Niederlagen in Folge bemühen sich die Verantwortlichen und Spieler des MSV Duisburg darum, Gelassenheit auszustrahlen. Sportdirektor Ivica Grlic macht in Optimismus: „Ich bin überzeugt davon, dass wir gegen Erfurt den Bock umstoßen.“ Ilia Gruev mahnt zur Ruhe und Mittelfeldspieler Martin Dausch sagt: „Wir werden wieder Tore schießen.“

Der einst so komfortable Vorsprung der Meidericher hat sich mittlerweile erheblich reduziert. Die Sportfreunde Lotte müssen noch zwei Begegnungen nachholen, deshalb ist die aktuelle Tabelle schief. Zwei Lotter Siege dazugerechnet, würde der Vorsprung der Meidericher auf den Relegationsplatz nur zwei Zähler betragen.

Zumindest der heutige Gegner kann den Duisburgern im Aufstiegsrennen nicht in die Quere kommen. Die Erfurter haben – wie auch der FSV Zwickau – keine Zweitliga-Lizenz beantragt. Bei fünf Punkten Rückstand zum dritten Platz könnten die Thüringer das noch bereuen, doch Vereinssprecher Wilfried Mohren betont: „Der Klassenerhalt ist unser Ziel.“

Erfurt will zwar nicht aufsteigen, dafür aber trotzdem an der Wedau gewinnen. Der Ex-Klub von Trainer Ilia Gruev, der in Erfurt als Spieler und U-19-Trainer aktiv war, gewann drei der letzten vier Spiele mit 1:0 – zweimal schlug RWE dabei in der Fremde zu. Mit dieser Serie distanzierte sich Erfurt von den Abstiegsrängen. Mit Carsten Kammlott, den Gruev einst in Erfurt in der Jugend trainierte, können die mit Toren nicht verwöhnten Duisburger Fans in der Arena heute einen Mann sehen, der schon zweistellig (zehn Tore) getroffen hat. Das gibt es an der Wedau nicht alle Tage.

Bajic-Vertrag bis 2018

Für das heutige Spiel fällt Außenverteidiger Nico Klotz weiterhin verletzt aus. Andreas Wiegel kehrt nach Gelbsperre wieder in den Kader zurück. Somit hat Ilia Gruev viele Optionen. Als Klotz-Vertreter konnte Mittelfeldspieler Tugrul Erat am vergangenen Dienstag auf der rechten Abwehrseite den Trainer überzeugen. „Er hat das sehr gut gemacht, zudem ist er ein Spieler, der auch offensiv Impulse setzen kann“, so Gruev. Für die gelernten Außenverteidiger Fabio Leutenecker und Dan-Patrick Poggenberg bleibt somit heute maximal ein Platz auf der Bank.

In Kiel brachte Gruev mit Simon Brandstetter nur eine „echte“ Spitze. Das dürfte auf dem eigenen Platz heute anders sein, sodass es ein Gerangel um drei freie Plätze im Mittelfeld – Fabian Schnellhardt ist bekanntlich gesetzt – geben wird. Martin Dausch auf dem Flügel: Das ist ungewöhnlich, hat es aber auch schon gegeben. Damit könnte heute eine Pause für Zlatko Janjic einher gehen.

Bei Branimir Bajic, dessen Comeback heute anstehen könnte, handelt es sich derzeit übrigens nicht um ein „schleichendes Karriereende“. Wie MSV-Geschäftsführer Peter Mohnhaupt am Freitag auf Anfrage der Sportredaktion erklärte, steht der 37-Jährige, der in der Rückrunde noch nicht zum Einsatz kam, noch bis Sommer 2018 ligenunabhängig beim MSV Duisburg unter Vertrag.

Autor: Dirk Retzlaff

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